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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

„Broadway Therapy“ (Frei., 18. Sept. 19 Uhr; Sa., 19. Sept. 20 Uhr; So., 20. September, 20 Uhr; Mo., 21. Sept. 20 Uhr); „Ärger im Paradies“ (Frei., 18. Sept. 21 Uhr; Mo., 21. Sept. 18 Uhr); „Wer rettet wen“ (So., 20. Sept. 17 Uhr).

 

Broadway Therapy

Bezaubernde Komödie

Mit Klassikern wie „Die letzte Vorstellung“ und „Paper Moon“ wurde Regisseur Peter Bogdanovich in den 1970er Jahren zu einer Legende des New-Hollywood-Kinos.

Die Kinowerkstatt zeigt jetzt, am Freitag, den 18. September, um 19 Uhr, am Samstag, den 19. September, um 20 Uhr, am Sonntag, den 20. September, um 20 Uhr und am Montag, den 21. September, um 20 Uhr seinen neuesten, gerade gestarteten Film, den Bogdanovich bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig vorstellte: Die prominent besetzte Backstage-Farce und bezaubernde Comeback-Komödie „Broadway Therapy“ (USA 2014) Regie: Peter Bogdanovich – Drehbuch: Peter Bogdanovich, Louise Stratten mit Imogen Poots, Jennifer Aniston, Owen Wilson, Lucy Punch, Kathryn Hahn, Rhys Ifans, Will Forte, Cybill Shepherd, Joanna Lumley, Illeana Douglas, Tatum O’Neal, Ahna O’Reilly, über die sexuellen Eskapaden eines Theaterregisseurs und seiner Schauspieler.   Bogdanovich versteht sich nach wie darauf, seine Darsteller zu komödiantischen Höchstleistungen zu dirigieren. Und so liefert er mit seiner New Yorker Screwball-Komödie trotz eines durchwachsenen und manchmal etwas angestaubt wirkenden Drehbuchs den witzigsten, spritzigsten Woody-Allen-Film der vergangenen Jahre, mit dem der Stadtneurotiker nichts zu tun hatte. Sein großes Vorbild für diese Screwball – Komödie ist Ernst Lubitsch: „Wenn mehr Menschen Lubitsch-Filme sehen würden – sie wären glücklicher und hoffnungsvoller.“ Davon ist Peter Bogdanovich seit Langem überzeugt.

 

Ärger im Paradies

Was liegt also näher als einen Film von Ernst Lubitsch zu zeigen: Am Freitag, den 18. September, um 21 Uhr, direkt im Anschluss an „Broadway Therapy“ von Bogdanovich und am Montag, den 21. September, um 18 Uhr, läuft Lubitschs Lieblingsfilm „Ärger im Paradies“ (USA – 1932 – 82 min. – schwarzweiß) mit Miriam Hopkins (Lily), Kay Francis (Mariette Colet), Herbert Marshall (Gaston Monescu), Charles Ruggles (Major), Edward Everett Horton (François Filiba), C. Aubrey Smith (Adolph Giron), Robert Greig (Jacques, der Butler) u. a.

Ärger im Paradies (Originaltitel: Trouble in Paradise) ist ein Meisterwerk an Witz und Rasanz aus der Feder eines der größten Regisseure der Welt:

Das Liebes- und Diebespaar Gaston und Lilly planen ihren nächsten Coup in Paris: Sie haben es auf Madame Mariette Colet abgesehen, der Erbin der berühmten Parfümerie Colet&Company. In der Oper stiehlt Gaston die juwelenbesetzte Handtasche von Madame. Diese setzt eine Belohnung in Höhe von 20.000 Francs aus. Gaston erscheint bei Mariette unter falschem Namen und gibt vor der ehrliche Finder zu sein. Mit Charme und Lügen schafft er es, dass Mariette ihn als Privatsekretär einstellt. Als erste Amtshandlung holt er Lilly als seine Assistentin dazu. Schnell gewinnt der gutaussehende Sekretär das Herz und das Vertrauen der schönen Erbin. So bleibt es nicht aus, dass Gaston von den 100.000 Francs im Safe des Hauses Wind bekommt. Der Plan, das Geld zu stehlen, gerät in Gefahr, als einer der zahlreichen Verehrer von Mariette, François Filiba (Edward Everett Horton), Gastons Tarnung aufzudecken droht…

„Trouble in Paradise, zehn Jahre nach Lubitschs Abschied von Deutschland auf der Grundlage eines Theaterstücks, „The Honest Finder“ von Aladar Laszlo, in eigener Produktion für den Verleih der Paramount gedreht, ist ein früher Höhepunkt der romantisch-ironisch inspirierten „sophisticated comedy“. Lubitsch selbst erklärte 1947 seinen ersten als Non-Musical entstandenen Tonfilm zu seinem Lieblingswerk und zählte ihn mit „Ninotchka“ und „The Shop around the Corner“ zu seinen drei besten, wohl wissend, daß er mit diesem Film – einige Jahre, bevor die Konzernspitzen in Hollywood und die organisierten Sittenkontrolleure in den USA mit dem „Hays Code“ ihren Feldzug gegen erotische Freizügigkeit und intellektuelle Ambiguität eröffneten – den berühmten „Lubitschtouch“ kreiert hatte.“ (filmzentrale.de)

 

Wer rettet wen?

Am Sonntag, den 20. September um 17 Uhr läuft noch einmal „Wer rettet wen? – Die Krise als Geschäft?“ (BRD 2014, 104 Minuten) von Leslie Franke und Herdolor Lorenz in der Kinowerkstatt, St. Ingbert (Pfarrgasse 49) – der Film über die Auswirkungen der Rettungshilfen auf Griechenland und welche Parallelen es zu den Ländern des Südens gibt.

Die Premiere im Februar 2015, war ein großartiger Erfolg: Der Film „Wer Rettet Wen?“ erlebte in vielen hunderten Kinos und anderen Veranstaltungsorten in ganz Europa volle und überfüllte Häuser und spannende Diskussionen.

Seit fünf Jahren werden Banken und Länder gerettet. Politiker schaffen immer neue Rettungsfonds, während mitten in Europa Menschen wieder für Hungerlöhne arbeiten. Sozialleistungen werden abgebaut, öffentliche Güter verkauft. Es wird gerettet, nur keine Rettung ist in Sicht.

Wer rettet eigentlich wen und warum? Wer sind die Gewinner und wer die Verlierer bei einer Krise? Dieser Frage widmen sich das Hamburger Filmduo Leslie Franke und Herdolor Lorenz in ihrem Film und versuchen, die Hintergründe der Krise und der Rettungsfonds aufzudecken und dabei die Auswirkungen auf die Bürger der verschuldeten Länder in den Blick zu nehmen.

 

PM: Wolfgang Kraus, Kinowerkstatt St. Ingbert

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