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Programm Kinowerkstatt St. Ingbert vom 5. – 9. Februar 2015

„Wir sind jung. Wir sind stark.“ (Donnerstag, 5. Februar, 20 Uhr; Sonntag, 8.02., Montag, 9.02., jeweils um 20 Uhr); „Monsieur Claude und seine Töchter“ (Samstag, 7.02., 20 Uhr; Montag, 9.02., 18 Uhr); „Monsieur Claude und seine Töchter“ OmU (Sonntag, 8.02., 18 Uhr).

 

 

Wir sind jung. Wir sind stark

Mit den dramatischen Ereignissen um die Zentrale Aufnahmestelle für Asylbewerber in Rostock im Jahre 1992, die als erschreckendes Exempel für Ausländerfeindlichkeit in die Geschichte der Bundesrepublik eingingen, hat Burhan Qurbani ein spannendes und leider immer noch hochaktuelles Thema ausgewählt: Sein Film „Wir sind jung, wir sind stark“ ist ein Gesellschaftsdrama in drei sich nebeneinander entfaltenden fiktiven Episoden über den finalen Tag der dramatischen Ausschreitungen am Asylantenheim im Stadtteil Lichtenhagen. „Wir sind jung, wir sind stark“ ( Deutschland 2014) Regie: Burhan Qurbani mit Devid Striesow, Jonas Nay, Trang Le Hong, Joel Basman, Saskia Rosendahl, Thorsten Merten, Paul Gäbler, David Schütter, Jakob Bieber, Swantje Kohlhof, Mai Duong Kieu, Aaron Le, Larissa Fuchs, Axel Pape, Katrin Kaspar läuft jetzt in der Kinowerkstatt am Donnerstag, den 5. Februar, um 20 Uhr, am Sonntag, den 8. Februar, und am Montag, den 9. Februar, jeweils um 20 Uhr.

Am 24. August 1992 zündeten Rechtsextremisten in Rostock-Lichtenhagen ein Wohnheim für vietnamesische Asylbewerber an. In Burhan Qurbanis Film wird die wahre Geschichte aus dem Blickwinkel verschiedener Menschen gezeigt.

Der 24. August 1992 sollte als einer der denkwürdigsten Tage der Nachkriegszeit in die deutsche Geschichte eingehen. Rechtsextremisten belagern ein Wohnheim für Asylbewerber und Flüchtlinge in Rostock-Lichtenhagen. Sie werfen mit Steinen und Molotow-Cocktails, bis das sogenannte „Sonnenblumenhaus“ brennt. Regisseur Burhan Qurbani verfilmte die wahre Geschichte und erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln, wie es zu der Tragödie kommen konnte.

Regisseur Burhan Qurbani entwirft um die Ereignisse des 24. August 1992 herum eine fiktive Handlung, die er als Protokoll eines Tages in Szene setzt. Sein Film konzentriert sich dabei auf drei Figuren: Da ist einmal die Vietnamesin Lien, die in der Hochhaussiedlung lebt, in der sich der Mob am Ende des Tages versammeln wird. Dann ist da der Lokalpolitiker Martin, der vergeblich versucht Lösungen zu finden für das Problem der überfüllten Asylbewerberunterkünfte und der gewaltsamen Proteste. Und da ist Martins erwachsener Sohn Stefan, der täglich mit seiner Clique in der heruntergekommenen Siedlung abhängt und die Zeit totschlägt.

„“Wir sind jung. Wir sind stark.“ ist ein Thriller, dessen gesellschaftspolitischer Sprengstoff Zeitdokument und Fingerzeig zugleich ist. Der beste deutsche Film seit langem.“ (Deutschlandradio Kultur)

 

Monsieur Claude und seine Töchter

Die Erfolgskomödie des französischen Kinos „Monsieur Claude und seine Töchter“ läuft noch einmal in der Kinowerkstatt, am Samstag, den 7. Februar um 20 Uhr, sowie am Montag, den 9. Februar um 18 Uhr, diesmal in der deutschen Fassung und am Sonntag, den 8. Februar, um 18 Uhr noch einmal in der französischen Fassung mit deutschen Untertiteln.

Ausgangspunkt für Philippe de Chauverons witzige Komödie um Monsieur Claude ist die Tatsache, dass mit 20 Prozent Ehen zwischen Partnern verschiedener Herkunft und Religion Frankreich Weltmeister in puncto Mischehen ist.

Der patriarchalische Notar Claude und seine sanfte Gattin, Repräsentanten des Alten Frankreich, verstehen die Welt nicht mehr: Warum nur haben ihre drei Töchter einen Moslem, einen Juden und einen Chinesen geheiratet, statt einen netten katholischen Franzosen? Und so fragen sie sich „Was haben wir nur dem lieben Gott getan? – „Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu“ – so der französische Originaltitel.

 

PM: Wolfgang Kraus, Kinowerkstatt

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