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Raja Amasheh fordert immer noch Rückkampf

„Lass uns im Ring klären, wer die Bessere ist! Politische Spielchen dürfen dem Boxsport nicht im Wege stehen.“ Noch immer wird um das Urteil der WBC-Silber- und WBF-Weltmeisterschaft im Fliegengewicht zwischen Raja Amasheh und Amira Hamzaoui vom 11. Oktober 2014 gestritten.
Nachdem die französische Herausforderin im Ring zunächst zur Punktsiegerin durch Mehrheitsentscheid erklärt worden war, entschied der Bund Deutscher Berufsboxer (BDB) später aufgrund von Unstimmigkeiten in Bezug auf das Kampfgericht, das umstrittene Urteil zu kippen. Nach einer Videoauswertung durch insgesamt zwölf unabhängige Punktrichter wurde der Kampf als „no contest“ gewertet, da nicht nachvollziehbar erscheint, wodurch die Französin den Sieg verdient haben soll.

Mittlerweile hat das Team von Amira Hamzaoui Klage gegen den BDB eingereicht. Ihre Gegnerin Raja Amasheh hat genug von der leidigen Diskussion. „Ich habe vom ersten Tag an betont, dass ich einen Rückkampf will. Amira, lass uns im Ring klären, wer die Bessere ist“, sagt Amasheh. „Dieser ganze Wirbel geht mir inzwischen nur noch auf die Nerven. Ich habe das Gefühl, dass Amira von Leuten instrumentalisiert und benutzt wird, die einen Kreuzzug gegen die WBC und den BDB führen. Aber letzten Endes ist mir das vollkommen egal, solange ich sie noch mal vor die Fäuste bekomme. Unabhängig von allem, was gesagt oder geschrieben wird, steht doch fest: Die aktuelle Situation kann niemanden befriedigen und schadet allen Beteiligten. Deswegen brauchen wir den zweiten Kampf, um die Angelegenheit ein für alle Mal und sportlich fair zu klären.“
Um ihre Forderung nach einem Rematch zu stützen, verweist Amasheh auch auf eine Klausel im Kampfvertrag. „Amira hat schriftlich bestätigt, dass sie für einen Rückkampf zur Verfügung steht – und ich gehe davon aus, dass sie ihr Wort hält“, so die Fliegengewichtlerin weiter. „Das Hauptproblem scheint zu sein, dass der verantwortliche Matchmaker auch ein Funktionär der WBF ist, die wahrscheinlich die treibende Kraft hinter der gesamten Skandalisierung dieses Kampfes ist. Ich hoffe, dass diese politischen Spielchen nicht verhindern, dass der Kampf zustande kommt. Es sollte endlich wieder um den Boxsport gehen.“
PM: Team Amasheh

 

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