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Ralph Fiennes in »Grand Budapest Hotel« als Hotelconcierge

Die skurrile Komödie “Grand Budapest Hotel” (USA / Deutschland 2014) lief im Wettbewerb der Berlinale 2014 und feierte dort ihre Weltpremiere. Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt den Film am heutigen Montag (6. Oktober 2014) jeweils um 18.00 Uhr und 20.00 Uhr. 

Kinowerkstatt: Wes Anderson schickt Ralph Fiennes in Grand Budapest Hotel als Hotelconcierge in die goldene Vergangenheit.

Im Abspann von Grand Budapest Hotel nennt Wes Anderson einen österreichischen Schriftsteller als Inspiration für den Film: Stefan Zweig. Für Stefan Zweig war die Donaumonarchie in Österreich vor dem Ersten Weltkrieg eine Art verlorenes Paradies. Während er vor dem Ersten Weltkrieg selbst einen luxuriösen Lebensstil pflegen konnte und zur intellektuellen Elite des Wiener “fin de siècle” gehörte, kämpfte er nach der Niederlage gegen steigenden Nationalismus und Antisemitismus – vergeblich. Mit der Machtergreifung der Nazis wurde er ins Exil nach Brasilien gezwungen, wo er 1942 starb. Er verarbeitete seine Erinnerungen an die vergangene Epoche in zwei Büchern, die als Vorlage für Grand Budapest Hotel gelten können: “Die Welt von Gestern” in dem er die untergegangene Monarchie nostalgisch verklärt und “Rausch der Verwandlung”, in dem ein Luxushotel in den Bergen als Insel der Glücklichen beschrieben wird, dessen Geschicke vom Concierge gelenkt.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017