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Saarländische Beratungsstelle für Arbeitnehmer aus Osteuropa

Der neuste Skandal von Menschenhandel im Saarland unterstreicht die Notwendigkeit umgehend im Saarland eine Anlauf- und Beratungsstelle für Beschäftigte aus Osteuropa ein zu richten.

…, so der stellvertretende Regionalleiter der IG BAU Rheinland-Pfalz- Saar Markus Andler.

Dieser Fall hat wieder einmal gezeigt, dass der Zoll mehr Kontrollen auf saarländischen Baustellen durchführen muss. Durch die Finanzkontrolle Schwarzarbeit wurden im Saarland 2015 beim Hauptzollamt Saarbrücken lediglich nur noch 380 Kontrollen auf saarländischen Baustellen im Saarland durchgeführt, dies ist ein Rückgang von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Hierbei wurden 21 Bußgeld –Verfahren eingeleitet.

Tendenziell ist die Anzahl der Minijobs im saarländischen Baugewerbe seit 2012 steigend. Betroffen sind vor allem Rumänen und Bulgaren. Die meisten geringfügig beschäftigten rumänischen oder bulgarischen Bauarbeiter sind im Landkreis Neunkirchen, gefolgt vom Landkreis Saarlouis, dem Regionalverband Saarbrücken und dem Saarpfalz-Kreis.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre zeigt, Beschäftigte aus Osteuropa wissen nicht, wohin sie sich wenden sollen und sie sprechen kein Deutsch. Deshalb benötigt das Saarland eine dauerhaft gesicherte Beratungsstelle für ArbeitsmigrantInnen mit einer Hotline für anonyme Hinweise auf Zwangsarbeit, so die Forderung des Vize-Chefs.. Diese müsse durch mehrsprachige Mitarbeitende besetzt sein, die auch eine Betreuung von Zeugen von Menschenhandel gewährleisten. Sie können zudem helfen, einen Zugang zu Therapien, Deutschkursen und Berufsausbildung zu finden. Finanziert werden kann die Beratungsstelle durch das Land und durch beschlagnahmte Vermögenswerte der Täter. Andler weist daraufhin, dass die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung von seiner Gewerkschaft seit dem Bostalsee-Skandal immer wieder gefordert wurde.

 

PM: A. Kasten

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