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Saarpfalz-Jahrbuch 2016 liegt vor

Der arme Briefbote aus Jägersburg, der von früh bis spät und das sogar an Neujahr Post zustellen musste, aber auch gerne nachsah, was in derselben drin stand.

Die religiösen Kunstwerke, die Schwester Burghildis Roth (1932-1987) aus Erbach in der Saarpfalz hinterlassen hat, die Hintergründe des „Josefstages“ in Erfweiler-Ehlingen, Blicke auf die „Fährmannsbrücke“ über die Blies zwischen Bliesmengen-Bolchen hie und Schweyen da, den Kahlenberg-Sessellift in Rohrbach und Erinnerungen an die Homburger „Überlandzentrale“ und den Beeder Sumpf – das sind nur einige der Themen, die im neuen „Saarpfalz-Jahrbuch 2016“ zur Sprache kommen. Just 224 Seiten umfasst der reich illustrierte Almanach, den der Saarpfalz-Kreis in Zusammenarbeit mit der Ottweiler Druckerei nunmehr in der zwölften Ausgabe vorgelegt hat und der im Sitzungssaal des Homburger Forums vorgestellt wurde.

Das Jahrbuch, dessen Titelseite für dieses Mal eine ungewöhnliche Ansicht der protestantischen Kirche in Limbach zeigt, ist wie gewohnt wieder reich illustriert: Bilder vom Höcherberg im Norden des Kreises bis zum Gräfinthaler Taubenhaus im Süden dokumentieren, dass die Saarpfalz durchaus Kleinode zu bieten hat, auch wenn sie bisweilen ein eher verstecktes Dasein fristen – die mittelalterliche Teufelsfratze am Altheimer Kirchturm etwa oder das farbenfrohe Lothringer Kreuz von Medelsheim. Bald drei Dutzend Autoren haben dieses Mal Artikel beigesteuert, und wie gewohnt bildet lokale und regionale Geschichte einen der Schwerpunkte der neuen Ausgabe. Aber auch aktuelle Entwicklungen kommen keineswegs zu kurz. So kann man verfolgen, was es mit den neun Beeten des heiligen Pirminius in Altheim auf sich oder was sich auf dem St. Ingberter Elsterstein tut, einem einst weitläufigen Park mit repräsentativem Herrensitz und sehenswertem Arboretum. Beide Beiträge stehen quasi als besonders positive Beispiele für Projekte, die dem Biosphärenreservat Bliesgau sehr gut zu Gesicht stehen, die nachhaltig und auch geeignet sind, die Attraktivität der Region zu steigern.

Gustl Altherr, der Journalist und ehemalige Redakteur des „Pfälzischen Merkurs“, ging vor rund 100 Besuchern im Homburger Forum auf die einzelnen Beiträge ein und zog aus jedem einzelnen sozusagen die Quintessenz. Landrat Theophil Gallo wies insbesondere auf den Bilderbogen hin, der die 30-jährige Amtszeit seines Vorgängers im Amt Revue passieren lässt. „Unverzichtbarer Bestandteil des Jahrbuchs sind die ganz individuellen Geschichten. Hier nachdenklich, melancholisch oder gar dramatisch, da eher humorvoll und mit einem gehörigen Schuss Selbstironie, dann in unserer Mundart und nicht zuletzt auch wohl gereimt – wir haben ein spannendes und abwechslungsreiches Potpourri im Angebot “, meinte der neue Landrat. In Text und Bild werde Appetit gemacht auf spannende wie entspannende Streifzüge durch die heimische und vermeintlich so vertraute Region, die aber dennoch noch viele unbekannte Reize zu bieten hat.

Martin Baus, Redaktionsleiter vom Amt für Heimat- und Denkmalpflege bei der Kreisverwaltung, dankte den Autoren und Bildgerben für ihr Engagement. Gerade die Vielfältigkeit mache den besonderen Reiz des Breviers aus. Dieses sei alles andere als ein herkömmlicher Kalender, sondern eher ein illustriertes Lesebuch, das bei vielen Gelegenheiten zur Hand genommen werden könne. Das neue Saarpfalz-Jahrbuch kostet wieder sechs Euro und ist erhältlich beim Amt für Heimatkunde und Denkmalschutz des Saarpfalz-Kreises im Homburger Landratsamt, Zimmer 417, Tel. 06841/1048409, Email: Ute.Klosendorf@saarpfalz-kreis.de sowie in Buchhandlungen, Schreibwarengeschäften sowie den Verkehrsämtern und Museen der saarpfälzischen Städte und Gemeinden.

Titelbild:
Im Homburger Forum wurde das Saarpfalz-Jahrbuch 2016 von Landrat Theophil Gallo, dem Journalisten Gustl Altherr und dem Jahrbuch-Redaktionsleiter Martin Baus vorgestellt.

 

PM: Saarpfalz-Kreis

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