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Saarpfalz-Kreis erhält 175.000 Euro aus Landes- und ESF-Mitteln für Dualisiertes BGJ/ BGS und Produktionsschule


Gaby Schäfer, Staatsekretärin im Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport, überreicht am Mittwoch, 01. Februar 2012, einen Zuwendungsbescheid von 175.000 Euro an den Landrat des Saarpfalz-Kreises Clemens Lindemann. Mit der Förderung wird das Projekt Dualisiertes Berufsgrundbildungsjahr (BGJ)/ Berufsgrundschuljahr (BGS) und Produktionsschule Saarpfalz-Kreis unterstützt.

„Jungen Menschen, die in den allgemein bildenden Schulen nicht zu einem Abschluss geführt werden können, müssen Perspektiven und Chancen auf einen Ausbildungsplatz eröffnet werden. Insbesondere im Bereich der Berufsvorbereitung und des Berufsgrundbildungsjahres sind dabei in den letzten Jahren erhebliche Erfolge zu verzeichnen“, sagt Gaby Schäfer, „das Projekt des Saarpfalz-Kreises richtet sich an Schüler und Eltern. Die Mitarbeiter des Projektes leisten sozialpädagogische Betreuung der Schüler von dualisiertem BGJ und BGS sowie von dualisiertem BGJ und Produktionsschule. Sie bieten Hilfen bei der Berufsorientierung und der Integration in Ausbildungsverhältnisse. Außerdem betreiben die Mitarbeiter Akquise, übernehmen die Betreuung von Praktika und helfen anderweitige Anschlussmaßnahmen einzuleiten, was dieses Projekt absolut unterstützenswert macht.“

Beim Saarpfalz-Kreis werden durch das Ministerium für Arbeit, Familie, Prävention, Soziales und Sport drei Projekte mit einer Fördersumme von 275.000 Euro ESF- und Landesmittel unterstützt. Davon entfallen auf das Dualisierte BGJ 125.000 Euro ESF-Mittel und 50.000 Euro Landesmittel.

Hintergrund:

Alle Berufsvorbereitungsjahre wurden in Produktionsschulen umgewandelt. Weit über die Hälfte des Berufsgrundbildungsjahres ist in der Zwischenzeit dualisiert. Mit Beginn des Schuljahres 2010/2011 ist das Angebot nochmals erweitert worden. Die Werkstatt-Schule, die bisher nur im Rahmen eines Modellversuchs angeboten wurde, wird als Regelform an fünf Schulstandorten im Saarland weitergeführt. In die Werkstatt-Schule wechseln Schüler aus Erweiterten Realschulen und Gesamtschulen bereits nach acht Schulpflichtjahren, wenn unter normalen Umständen kein Abschluss mehr möglich erscheint.

Alle Projekte sind sehr erfolgreich. In den Produktionsschulen und Werkstatt-Schulen erwerben rund 70 Prozent der Jugendlichen den Hauptschulabschluss. Etwa 40 Prozent der Jugendlichen des dualisierten BGJ finden direkt im Anschluss an die Schule einen Ausbildungsplatz. Ein wesentlicher Baustein des Erfolgs ist neben den besonderen pädagogischen Konzepten die sozialpädagogische Betreuung in den drei genannten Schulformen. Die Finanzierung erfolgt zu 50 Prozent aus ESF- und zu 20 Prozent aus Landesmitteln, die verbleibenden 30 Prozent werden von den Landkreisen beziehungsweise dem Regionalverband getragen.

Die sozialpädagogische Betreuung im dualisierten BGJ/BGS, der Produktionsschule und der Werkstatt-Schule wird flächendeckend in allen Landkreisen und im Regionalverband Saarbrücken gefördert (im Saarpfalz-Kreis gibt es keine Werkstatt-Schule). Hierfür stehen im Jahr 2012 400.000 Euro Landesmittel und 1 Mio. Euro ESF-Mittel zur Verfügung.

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