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Saarpfalz-Kreis in bundesweites Forschungsprojekt aufgenommen

Bei der jüngsten Sitzung des Gutachterausschusses des Saarpfalz-Kreises gemeinsam mit den Vertretern der Städte und Gemeinden konnte Landrat Clemens Lindemann zum einen einen Zuwendungsbescheid über rund 23 000 Euro in Empfang nehmen. Fast wichtiger als das Geld war aber die Tatsache, dass mit diesem Geld dem Kreis hervorragende Arbeit attestiert wurde.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt-, und Raumforschung hat das Forschungsprojekt „Erstellung eines energetisch differenzierten qualifizierten Mietspiegels“ ins Leben gerufen. In einem Bewerbungsverfahren wurde der Saarpfalz-Kreis gemeinsam mit vier weiteren Städten (Jena, Freiburg, Darmstadt und Kiel) in Deutschland in das Forschungsprojekt aufgenommen.

Zusammen mit den Interessenvertretern von Vermieter- und Mieterbund sowie den Vertretern der Städte und Gemeinden arbeitet der Gutachterausschuss des Saarpfalz-Kreises an der Weiterentwicklung der
bisherigen Mietspiegelpraxis. Bei der methodischen Umsetzung, Erhebung und Auswertung energetischer Differenzierungsmerkmale (Mietunterschiede zwischen energetisch sanierten und unsanierten Gebäuden) wird der Saarpfalz-Kreis von Wissenschaftlern des „Instituts Wohnen und Umwelt’“(IWU) in Darmstadt fachlich unterstützt.

Mietspiegel sind nicht nur für alle Bürger interessant, sondern bilden oftmals auch die rechtliche Grundlage bei der Bemessung von Unterhaltszahlungen. Der Saarpfalz-Kreis hat mit dem ersten Mietspiegel, den er für die Kreisstadt Homburg erarbeitet hatte, eine so gute Vorarbeit geleistet, dass der kreisweite Mietspiegel nun auf bundesweites Interesse stieß.

Dazu Fritz Lehmann, Vorsitzender des Gutachterausschusses: „Steigende Energiepreise und die Notwendigkeit des Klimaschutzes führen seit einigen Jahren zu einer deutlichen Zunahme von energetischer
Modernisierung an Wohngebäuden. Durch entsprechende Maßnahmen wird nicht nur der Wert von Immobilien erhöht, ihre Marktposition verbessert und deren Heizkosten gesenkt, sondern sie tragen gleichzeitig einen guten Beitrag zum Klimaschutz und zur Schonung von Ressourcen bei. Diese Entwicklung erweckt in vielen Kommunen beziehungsweisen Kreisen ein verstärktes Interesse, energetische Differenzierungsmerkmale in Mietspiegeln in noch stärkerem Maße zu berücksichtigen. Mit ihrer Integration in Mietspiegeln können Preiseffekte der energetischen Gebäudequalität untersucht und gegebenenfalls abgebildet werden. Die Berücksichtigung energetischer Differenzierungsmerkmale im Mietspiegel wird zunehmend als notwendiger Beitrag zur Sicherstellung der Markttransparenz in sich wandelnden Wohnungsmärkten angesehen.“

Bei der jüngsten Zusammenkunft zur Erstellung des Mietspiegels für den gesamten Saarpfalz-Kreis konnten dann Landrat Clemens Lindemann und Fritz Lehmann für den Gutachterausschuss den Zuwendungsbescheid entgegen nehmen. Roland Alles vom Institut Wohnen und Umwelt (IWU) überreichte das Geld, mit dem nun der Mietspiegel mitfinanziert werden kann. Fertig sein wird der Mietspiegel für den Saarpfalz-Kreis im Sommer 2013.

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