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„Sehen – Der Film“: Künstlerfilme im saarländischen Kultusministerium

Alle reden vom Sehen. Jetzt wird es gezeigt. „Sehen“, dieser legendäre Titel einer Ausstellung, die der von Oskar Holweck vermittelten Grundlehre ihren Ausdruck gab, findet seine Form in einem Film von Hans Emmerling und Georg Bense. Das Referat Internationale und EU-Angelegenheiten der Kultur, Soziokultur und Kulturportale im Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes, das Saarländische Filmbüro e.V., …

sowie koob film media art mit Unterstützung des Saarländischen Rundfunks laden aus Anlass des 50-jährigen Bestehens des Elysée-Vertrags am Dienstag, den 19. November um 20 Uhr zu einem Filmabend im Festsaal des Kultusministeriums ein.

Anlass und Ort sind dabei kein Zufall. Beide sind durch die Geschichte des Saarlandes miteinander verbunden. Architektur und Kultur waren nach 1945 von der französischen Militärregierung eingesetzte Mittel, um eine heranwachsende Generation zu Demokratie und Frieden zu erziehen. Die Gründung der Saar-Universität, des Konservatoriums und der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk sowie Paris-Stipendien für deren Studierende dokumentierten diese Absicht.

Die ehemalige Französische Botschaft, der heutige Sitz des Kultusministeriums, bezeugt mit seiner der Moderne verpflichteten Architektur diese Epoche in der Geschichte des Saarlandes. Das Gebäude bildete buchstäblich das Fundament, auf dem sich die Kulturpolitik des Landes entwickelte. Auch waren die Festsäle des Gebäudes selbst viele Jahre Ausstellungsort für den Saarländischen Künstlerbund und die „neue gruppe saar“. Deren Mitglieder waren Absolventen der Saarbrücker Kunstschulen, geprägt von Boris Kleint, der eine Professor für Malerei innehatte sowie durch Oskar Holweck, der Kleints Bildlehre zu einer „Grundlehre“ weiterentwickelte, die jeder Studierende an der Staatlichen Schule für Kunst und Handwerk sowie deren Nachfolgern bis ins Jahr 1989 zu absolvieren hatte. Dazu gesellt sich der dem Surrealismus verbundene Maler Edgar Jené, der seit den 1950er Jahre in Frankreich lebte. Als Kurator war er bis 1955 für die im Saarlandmuseum stattfindenden Ausstellungen verantwortlich, die Kunst aus Frankreich zeigten.

Der Blick zurück nach vorn auf Holweck, Kleint und Jené erfolgt in einem Medium, das Vergangenes unmittelbar erscheinen lässt: Im Film. Der Kameramann und Regisseur Georg Bense hat durch unzählige Filmporträts für den „Saarländischen Rundfunk“ die Protagonisten der Kunstszene Saar und ihr Werk ins Bild gesetzt und dabei selbst eine eigene künstlerische Ausdrucksform geschaffen. Die Filme richten den Blick auf Vergangenes. Der Sprung in die Jetztzeit erfolgt in kurzen Fragerunden Vertretern der Kunstszene Saar, in denen zu klären ist, wie viel Gegenwart in der Vergangenheit steckt.

„Sehen“ – Ein Abend mit Künstlerfilmen im Festsaal des Kultusministeriums am Dienstag, den 19. November 2013 um 20 Uhr.

 

PM: Andrea Brück

 

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