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Seit 2015 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“

Landrat Dr. Theophil Gallo besuchte die Gemeinschaftsschule Kirkel. Vor gut 90 Schülerinnen und Schülern der Klasse 9 und 10 der Gemeinschaftsschule Kirkel sprach Landrat Dr. Theophil Gallo

im Rahmen von „Landrat macht Schule. „Ich habe als Landrat die Verantwortung, über Themen wie Rassismus und Courage und über den aktuellen Kontext zu reden. Ihr habt die Verantwortung, euch diese Themen bewusst zu machen“, wandte sich der Landrat an die Teilnehmenden und machte sprichwörtlich das globale Fass rund um Entwicklungen im Weltgeschehen sowie politische Zusammenhänge in Europa und Deutschland auf.

Im Zusammenhang mit seinen Ausführungen über die Europäische Union und Strömungen, die Europa in Frage stellen und das friedliche Zusammenleben der Gemeinschaft zu stören versuchen, sprach der Landrat auch über Rassismus. „Wer sich offen zu Rassismus bekennt, steht nicht auf dem Boden der Verfassungsordnung“, hielt der Landrat fest. Die Zeichen der Zeit hat die Gemeinschaftsschule Kirkel erkannt, die sich offen gegen Rassismus ausspricht. Sie hat ihrerseits eine elementare Verantwortung übernommen, als sie im Juni 2015 als 33. Schule im Saarland den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ erhielt. Damit wenden sich die Schülerinnen und Schüler, die Lehrerschaft und die Schulleitung gegen jede Form von Diskriminierung und setzten sich für Gleichwertigkeit, Zusammenhalt und eine gewaltfreie demokratische Kultur in Schule und Gesellschaft ein.

Nach dem weiteren Austausch über die täglichen Aufgaben eines Landrates, über die Zuständigkeit des Kreises als Schulträger, über das Biosphärenreservat Bliesgau und über Social Media u. a. fragten Schülerinnen und Schüler den Landrat auch nach persönlichen Meinungen, etwa, ob Jugendliche schon ab dem 16. Lebensjahr das Wahlrecht erhalten sollten. Landrat Dr. Gallo: „Das ist in der Tat nicht einfach zu beantworten. Gegner für das Wahlrecht ab 16 argumentieren mit fehlender Verstandesreife der Jugendlichen, Befürworter sehen auch Minderjährige als Teil des Volkes, von dem nach Grundgesetz Artikel 20 ‚alle Staatsgewalt‘ ausgeht. Auf jeden Fall würde mit dem Wahlrecht ab 16 unsere Demokratie auf breitere Beine gestellt. Man darf den jungen Menschen Vertrauen entgegenbringen – im Zweifel würde ich also sagen ‚ja‘.“

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