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Señor Kaplan – Uruguays Vorschlag für den Oscar 2015

Eine Komödie ganz besonderer Art ist heute (Montag, 7. September 2015) um 20.00 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert zu sehen.

„Señor Kaplan“ (Uruguay , Spanien , Deutschland 2014) Regie: Alvaro Brechner, mit Hector Noguera, Néstor Guzzini, Rolf Becker.

Der Film, Uruguays Vorschlag für den Auslands-Oscar 2015, beruht auf dem Roman „Kaplans Psalm“ von Marco Schwartz:

„Mit Mitte 70 hat man die Kämpfe des Lebens überstanden. Zeit, behaglich auf das Erreichte zurückzuschauen und zu genießen – denkt man vielleicht als Jungspund, der keine Ahnung vom Altwerden hat. Jacob Kaplan (Héctor Noguera) weiß es besser: Er hat mit seinen 76 Jahren nichts Besseres zu tun, als sich vor den versammelten Mitgliedern seiner jüdischen Gemeinde in Montevideo lächerlich zu machen. Weil er sich und den anderen beweisen will, dass er schwimmen kann, springt er vom Drei-Meter-Brett in den Pool. Kurz darauf muss seine Frau im Abendkleid hinterher stürzen, um ihn zu retten.

Mit dieser wunderbar verschrobenen Sequenz eröffnet der uruguayische Regisseur Álvaro Brechner seinen Film Señor Kaplan, der Mitte der neunziger Jahre spielt. Sie beginnt damit, dass Jacob und Frau beim Festessen mit viel zu niedrigen Stühlen vorlieb nehmen müssen und gerade eben über den Tischrand schauen können; und sie endet mit ihrer pitschnassen Flucht im Auto, auf der Jacob auch noch den Wagen eines Freundes rammt. Doch was als herrliche Slapstick-Komödie beginnt, entwickelt sich zu einem rührenden Drama über einen alten Mann, der mit seinem Leben noch nicht abgeschlossen hat. Schließlich handelt Jacob nur deshalb plötzlich so merkwürdig, weil er sich Fragen stellt. Vor allem die: Was habe ich in meinem Leben erreicht?“ (Oliver Kaever in ZEIT-online)

 

PM: W. Kraus

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