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Dienstag, 17. Oktober 2017 · sonnig  sonnig bei 20 ℃ · Kirmes in St. Ingbert – FamilientagSonderveranstaltung der KinowerkstattWarmwasserbereitung mit Strom ist teuer!

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Solilauf bricht alle Rekorde

Strahlendes Spätsommerwetter und sonnige Gemüter. Der 24- Stunden-Lauf am vergangenen Wochenende war ein Fest der Superlative: 1.228 Läufer legten im St. Ingberter Mühlwaldstadion53.698 Runden, das heißt 21.103 km, zurück. Über den bisherigen Rekord freute sich nicht nur der Hauptveranstalter, die St. Ingberter Pfarrei St. Pirmin und St. Michael, sondern auch die Mitveranstalter, der Malteser Hilfsdienst und die DJK SG St. Ingbert. Aber vor allem für die Erweiterte Realschule Schmelzerwald aus der Mittelstadt, die sich im vergangenen Jahr dazu entschlossen hat, sich mit ihrem eigenständigen Projekt den humanitären Entwicklungsprojekten in der Stadt Bassila unter dem Dach des Vereins „Sulzbach hilft Benin e. V.“ anzuschließen, denn der Erlös aus Startgebühren und Spenden, der für den Bau eines Kindergartens in Bassila verwendet werden soll wird sicherlich hoch sein. Ein Endergebnis lässt allerdings noch auf sich warten, weil derzeit immer noch Spenden eingehen. Thomas Müller, Lehrer der Schule und Projektverantwortlicher für Bassila, war begeistert: „ Ideell war diese Veranstaltung ein Beleg dafür, dass man mit Einsatz und Überzeugung ganz viele Menschen auch heute im doppelten Wortsinn „bewegen“ kann. Das war wunderbar.“

Und so genossen Läufer wie Zuschauer wieder die einzigartige Atmosphäre. Während einige Läufer tatsächlich 24 Stunden ihre Runden drehten, befestigten andere, angesteckt von der guten Stimmung im Stadion, spontan den elektronischen Chip an ihrem Schuh und walkten nach dem Open-air- Gottesdienst um den grünen Rasen. Dabei sein war alles: Hochleistungssportler mit teilweise über 160 Kilometern, Rollstuhlfahrer, Rentner, Mütter mit Kinderwagen und viele Schüler, vor allem von der Erweiterten Realschule und der Albert-Weisgerber Schule.

 

Die meisten Teilnehmer formierten sich in Gruppen und hatten die Möglichkeit, als Staffelteam mit sich abwechselnden Läufern auf die Bahn zu gehen. Bestes Staffelteam waren dabei die St. Ingberter Stadtwerke vor den Grojos Normalos und dem Family Team. Als Mannschaft liefen die Grojos LTF Elversberg die meisten Runden vor der Schmelzerwaldschule und der Albert-Weisgerber-Schule. Mit 75 Teilnehmern stellte das Family Team die größte Mannschaft.

In der Einzelwertung siegte Matthias Klug von den Grojos LTF Elversberg mit 168 Kilometern vor Bernd Raststetter vom Kneipp-Verein St. Ingbert mit 167 Kilometern und Udo Kamp, der als Geschäftsführer die Deutsche Ultramarathon Vereinigung vertrat, mit 161 Kilometern. Beste Frau war Carola Frenzel mit 150 Kilometern vor Cathleen Goll mit 132 Kilometern, beide von den Grojos LTF Elversberg, und Sandra Hartz von Sport Jochum mit 125 Kilometern.

Übrigens besuchte nun schon zum zweiten Mal der blinde Weltrekordler Jeffrey Norris den Solilauf. Er lief 102 Kilometer und wurde dabei immer von den Grojos LTF Elversberg, verbunden mit einem Schnürchen, ganz sportlich kollegial begleitet.

Ein großes Rahmenprogramm begleitete die Sportler und Zuschauer. Ein feierlicher Open-Air-Gottesdienst, musikalisch begleitet, von der Schola Neue Lieder der Gemeinde, bildete dabei den Höhepunkt. Daneben sorgten Trommelgruppen, Rock- und Jazzbands für gute Stimmung. Auch die Tanzeinlage der Tanzschule Schmitt mit Mitmachanimation sowie Kinderbelustigung auf der Hüpfburg oder beim Malen mit Serviettentechnik vom Malteser Hilfsdienst kamen sehr gut an. Eine logistische Meisterleistung war wieder und vor allem aufgrund der Rekordzahl die vielfältige Versorgung mit Essen und Getränken. Zahlreiche ehrenamtliche Helfer hatten hier gerne angepackt. Die Kindertagesstätte Kinderkriche St. Pirmin zum Beispiel verkaufte 480 Cocktails  und erzielte damit einen Reinerlös für den guten Zweck von rund 1.130 Euro – wieder ein neuer Rekord.

Weil man sich während der 24 Stunden gelegentlich auch einmal ausruhen musste, verzeichnete der Veranstalter in diesem Jahr einen Übernachtungsrekord: Ob Pavillion mit Feldbetten, Zweimannzelte oder gar Wohnwagen – der St. Ingberter Solilauf wurde 24 Stunden buchstäblich „gelebt“.

Alle Ergebnisse, Bilder  und weitere Information unter www.solilauf.de

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