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Solilauf-Familie verbindet Nächstenliebe mit Spaßfaktor

1.561 Teilnehmer, viele wundgelaufene Füße, aber jede Menge glückliche Gesichter — das ist die Bilanz des 13. Solilaufs im St. Ingberter Mühlwaldstadion.

Bei strahlendem Sonnenschein hat der Landtagspräsident des Saarlandes, Stephan Toscani, den Startschuss zum 13. Solilauf in St. Ingbert gegeben. 1.561 Teilnehmer drehten innerhalb von 24 Stunden ihre Runden. Angetrieben von der Idee, möglichst viele Spendengelder für eine Kindertagesstätte in einem Armenviertel in Brasilien zu sammeln, tummelten sich Jung und Alt, Walker wie Ultramarathonläufer auf der Bahn. „Genau das macht den Reiz der Veranstaltung aus“, sagt Gabi Strobel vom Orgateam des Hauptveranstalters, die Gemeinde St. Pirmin und St. Michael in St. Ingbert. „Mittlerweile sind wir mit unseren treuen Laufgruppen zu einer regelrechten Solilauf-Familie geworden. Die Menschen wollen Spendengelder erlaufen und wachsen dafür läuferisch über sich hinaus.“
Im Mittelpunkt des 24-Stunden-Laufs stand wie immer der Akt der Nächstenliebe. „Den Kindern aus den Slums von Dourados/Brasilien eine Chance geben“, so lautete das Motto des Solilaufs“. Dafür wurden 62.998 Runden, also 24.758,28 km gelaufen. Das Spendenergebnis steht noch nicht fest.

Mit dem 13. Solilauf hat sich die Gemeinde St. Pirmin und St. Michael und der Mitveranstalter, die DJK St. Ingbert SG, die Evangelische Kirchengemeinde Herschweiler-Pettersheim als Partner mit ins Boot geholt. Die Gemeinde unterstützt schon seit vielen Jahren die Missions- und Sozialarbeit in Brasilien, um den Kindern und Jugendlichen in den Slums, den sogenannten Favelas, eine Zukunft zu geben.
Bei traumhaftem Wetter, wenn auch nachts etwas frischer, drehten Teilnehmer ihre Runden, geprägt von der einzigartigen Atmosphäre. Manch einer war am Ende erstaunt, zu welchen sportlichen Leistungen er fähig war. Allen voran natürlich die Sieger: Thomas Mörsdorf mit 138,76 km und Dunja Ripplinger mit 118,29 km.

Solilauf 2018_Djk

Die Stimmung war bei Helfern, Läufern und Zuschauern großartig. Dazu trugen auch die vielen privaten, Schul-, Vereins- oder Firmenteams bei, die teilweise schon seit vielen Jahren dabei sind. Die größte Gruppe bildete in diesem Jahr wieder die DJK St. Ingbert, die mit 137 Läufern hauptsächlich ihre Kinder und Jugendlichen auf die Bahn geschickt hatte, vor der Albert-Weisgerber-Schule mit 98 und der „Kinderkirche“ von St. Pirmin und St. Michael mit 77 Teilnehmern.

Open-air-Gottesdienst und Ballonglühen
Zum dritten Mal führte Sonja Marx vom Saarländischen Rundfunk charmant und unterhaltsam – natürlich wie alle ehrenamtlich – durch das Programm. Ein Höhepunkt war der gut besuchte Open-air-Gottesdienst, den Pfarrer Daniel Zamilski zelebrierte und der von der Jugendband „Finetuning“ mitgestaltet wurde. Klaus Simon, der in dem brasilianischen Armenviertel lebt, und zufällig am Wochenende zu einem Heimatbesuch in der Region war, informierte die Gottesdienstbesucher darüber, wie die Spendengelder für die vernachlässigten Kinder eingesetzt werden.
Die Bands auf der Bühne erleichterten das Rundendrehen. Am Samstag ging es mit der Jugendband „The Shorties“„The Séparée“ und „iragazzi“ eher fetzig zu, wohingegen am Sonntag der Shanty-Chor „Marinekameradschaft Prinz Eugen“ aus Friedrichsthal und die Jazz-Combo der Uni-Bigband Homburg für gute Stimmung beim Mittagessen und Kaffee sorgten.
Eine Überraschung brachte bei Einbruch der Dunkelheit die Ballsportgruppe Alibebi mit. Mitten auf dem Rasenplatz bot das Glühen des Heißluftballons nicht nur ein optisches Schauspiel. Viele Male hob der Ballon ab und nahm Passagiere mit, die sich das Solilauf-Geschehen von oben anschauen durften.

So viele Läufer und zahlreiche Besucher mussten natürlich auch beköstigt werden. Das war logistisch sehr anspruchsvoll. Hier freute man sich nicht nur über die vielen Kuchen- und Salatspenden, sondern auch über das das Popkornmobil der Kreissparkasse Saarpfalz, mit dem Auszubildende der Kreissparkasse Saarpfalz ehrenamtlich nicht nur Kinderherzen höher schlagen ließ. Und der Erlös aus den veganen Wraps von WorldFoodTrip fließt ebenso in die Spendensumme ein.

Schon jetzt steht der Termin für den 14. Solilauf fest. Am 7. und 8. September wird es eine Premiere geben: Gleichzeitig werden in St. Ingbert wie auch in Bassila, Benin, Läufer für den guten Zweck auf die Bahn gehen.

Alle Ergebnisse im Internet unter www.solilauf.org

 

PM: G. Strobel

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