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Sozialminister Andreas Storm präsentiert Landesseniorenplan „Alter und Pflege“ und kündigt für 2013 Generationendialog an

Sozialminister Andreas Storm hat den dritten Teil des Landesseniorenplans auf der Landespressekonferenz vorgestellt. Der vorgelegte Plan beschäftigt sich mit den verschiedenen Aspekten von Pflege, Pflegebedürftigkeit, Pflegebedarf, Pflegepotenzialen und Pflegebereitschaft und mit der damit verbundenen erforderlichen Versorgung.
„Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung hat sich die Landesseniorenplanung zu einem der zentralen sozialpolitischen Handlungsfelder der Landesregierung entwickelt. In einer alternden Gesellschaft ist mit einer steigenden Zahl chronischer Erkrankungen und dauerhafter Pflegebedürftigkeit vor allem bei hochbetagten Menschen zu rechnen und dadurch wird der Bedarf an Gesundheits- und Pflegedienstleistungen weiter wachsen“, erläuterte der Minister.
„Im Zeitraum von 2007- bis 2030 ist ein Anstieg bei der Anzahl der Pflegebedürftigen im Saarland von rd. 29 000 auf rd. 40.000 Personen zu erwarten – das entspricht einer Erhöhung um 34,8%“, betonte Sozialminister Andreas Storm auf der Landespressekonferenz. Storm wies in diesem Zusammenhang daraufhin, dass das Saarland damit den niedrigsten Zuwachs des Pflegebedarfs aller Flächenländer aufweise. Dies habe auch die erste umfassende, regional differenzierte Pflegestudie der Bertelsmann-Stiftung ergeben. Der GMK- Vorsitzende Sozialminister Andreas Storm hatte die Studie gestern in Berlin stellvertretend für alle Länder entgegen genommen.
Der Landesseniorenplan dient der Weiterentwicklung einer zukunftsorientierten Senioren- bzw. Generationenpolitik im Land. Die Landesregierung hatte die Erarbeitung des letzten Teils unter das Zukunftsthema „Alter und Pflege“ gestellt. Erstmals wurden dabei durch die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes bzw. das Institut für Gesundheitsforschung und –technologie (igft) auch zwei Studien für den Landesseniorenplan erarbeitet. „Mit der umfassenden Beteiligung der in den Bereichen Gesundheit, Pflege und Seniorenarbeit arbeitenden Akteure aus Wissenschaft, Praxis und Verwaltung wurde gewährleistet, dass das Thema „Pflege im Alter“ mit seinen unterschiedlichen Facetten umfassende Aufmerksamkeit in der Fach-Öffentlichkeit im Land erfahren hat“, erklärte Minister Storm und bedankte sich im Namen der Landesregierung bei allen Akteuren sehr herzlich, insbesondere beim Landesseniorenbeirat und seiner Arbeitsgruppe für die praxisnahe Begleitung und Beratung während des gesamten Entstehungsprozesses.
Mit Vorlage des Landesseniorenplanes Teil 3 ist die Fortschreibung des Landesseniorenplanes abgeschlossen. „Für das Land ist und bleibt eine moderne Seniorenpolitik auch weiterhin ein Schwerpunktthema“, bekräftigte Storm. „Auf der Grundlage des Landesseniorenplanes und der Leitlinien Saarländischer Seniorenpolitik wollen wir im kommenden Jahr einen landesweiten Generationendialog starten. Dazu werde ich auf Landesebene den Landesseniorenbeirat sowie Vertreter des Landesjugendrings und der Gesamtlandesschülervertretung einladen“, so der Minister. Dieser Dialog soll dann auch auf kommunaler Ebene weiter geführt werden.
Hintergrund:
Derzeit leben 222.400 Menschen über 65 Jahre im Saarland (Stand: 31.12.2011), das sind 22 % der Gesamtbevölkerung. Auf Grundlage der 12. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung geht das Statistische Amt des Saarlandes davon aus, dass im Jahr 2030 nahezu jeder Dritte (31 %) Saarländer älter als 65 Jahre sein wird. Dann beläuft sich die Anzahl der über 65-Jährigen auf 279.000.“
Der Landesseniorenplan Teil 3 steht auf www.saarland.de/59778.htm zum Download bereit und kann darüber hinaus dort auch kostenlos als Druckexemplar bestellt werden.

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