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Städtebaulich zu kurz gedacht – Mini-Kreisel eine Fehlplanung

„Jährlich grüßt das Murmeltier“. Mit dieser Anlehnung an den Kinofilm kritisiert die Familien-Partei die neuerliche Vorlage der Verwaltung zur Entwicklung der Spieser Landstraße im Bereich Bäckerei König und EDEKA-Markt.

Noch immer werde beharrlich am vor Jahren aus Gründen der Beseitigung eines Unfallschwerpunktes geplanten Mini-Kreisel festgehalten. Gute Gründe ihn endlich sein zu lassen, gäbe es genug. Erneut verweise die Partei auf den Altenwalder Kreisel. Noch immer werde weiterhin städtebaulich die Sichtachse des weiten, sich öffnenden Tales durch ungünstige Platzierung des neuen EDEKA-Marktes verbaut. Die Koalition im St. Ingberter Stadtrat habe im September 2017 sinnvollerweise eine Beplanung des gesamten Areals von TT-Halle bis Blau in Auftrag gegeben. „Auf die Frage was seitdem passiert ist bzw. was aus dem Beschluss geworden ist, entgegnete Herr Oberbürgermeister Wagner kleinlaut: nichts“, so Roland Körner, Fraktionsvorsitzender der Familien-Partei. Eingeräumt werde aber, dass eine Frischluftschneise, die bislang eine wesentliche Ursache für den Planungsentwurf war, nicht zu berücksichtigen sei.

Aus Sicht der Familien-Partei gelte es nach wie vor, Stadtentwicklung nicht nur am isolierten Interesse eines Nahversorgers zu orientieren und zu betreiben, sondern weiter zu denken. Mit all der Bewegung, die rund um die Spieser Landstraße entstanden ist, müsse die Chance ergriffen werden, das gesamte Areal zu entwickeln. Dazu zählen eine Fuß- und Radwegeentwicklung entlang des Rohrbachs ebenso wie eine optimale Verkehrsanbindung des auf die andere Straßenseite wechselnden Nahversorgers EDEKA. Selbstverständlich dürfe man eine optimale Verkehrsanbindung für alles, was sich im Bereich TT-Halle-Mühlwaldstadion tue, sowie den Möglichkeiten, die ein wegfallender EDEKA-Markt zwischen Gartenstraße und Spieser Landstraße biete, nicht außer Acht lassen. Bedarfsgerechter Umgang mit dem Interesse der Vereine stadtweit, mahne die Partei an. „Es braucht hier eine Planung aus einem Guss, statt Zusammenflicken von ehemals aus anderen Gründen geplanten Einzelpaketen“, so Körner weiter.

Es sei ernüchternd, dass zum wiederholten Male der eigentlich gleiche Planungsstand unverändert von der Verwaltung vorgelegt werde. Es werde argumentiert, dass nach 5 Jahren andauernder Beratung, endlich ein Ende erreicht werden müsse. „Immer wieder dasselbe vorzulegen, macht die Planung aber weder anders noch besser. Aus Beratung werde Beratungsresistenz und damit keine Beschlussreife“ meint Lothar Reiß, Sprecher für Stadtentwicklung seitens der Familien-Partei. Es sei auch für EDEKA unbefriedigend, dass hier seit weiteren 13 Monaten nichts geplant worden sei. Hieraus aber Druck aufzubauen und vom Rat eine Zustimmung erzwingen zu wollen, sei ein Irrweg.

 

Albrecht Hauck
Familien-Partei

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St. Ingberter Anzeiger ·
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