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Störstoffe im Bioabfall belasten Gebührenhaushalt

Der saarländische Bioabfall enthält im bundesweiten Vergleich einen erschreckend hohen Anteil an Störstoffen – wie beispielsweise Plastikbeutel, Verpackungen und Restmüll.

Sehr häufig wird die Biotonne zur Entsorgung diverser Stoffe genutzt, die darin nichts zu suchen haben. „All‘ diese Materialien müssen aufwändig aussortiert und zu einer Verbrennungsanlage transportiert werden. Dies behindert die sinnvolle Verwertung der Bioabfälle und es entstehen erhebliche Zusatzkosten, die den Gebührenhaushalt belasten“, so EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann.

Der EVS appelliert an alle Nutzer einer Biotonne, diese mit Sorgfalt zu befüllen und damit dafür zu sorgen, dass aus den getrennt gesammelten Bioabfällen ein hochwertiger Kompost gewonnen werden kann, den jeder unbedenklich in seinem eigenen Garten einsetzen würde.

Die Biotonne als Restmülltonne zu missbrauchen, wird zwangsläufig dazu führen, dass die Gebühren steigen und der ökologische Nutzen der Getrenntsammlung und Verwertung der Bioabfälle sinkt.

„Um hier lenkend einzugreifen, hat der Entsorgungsverband Saar die beauftragten Abfuhrunternehmen aufgefordert, die Biotonnen stärker zu überprüfen und entsprechend falsch befüllte Tonnen künftig konsequenter ungeleert stehen zu lassen“, so EVS-Geschäftsführer Karl Heinz Ecker.

Der Nutzer hat dann die Wahl, entweder vor einer erneuten Bereitstellung die Störstoffe auszusortieren oder die Tonne im Rahmen der nächsten Restmüllabfuhr entleeren zu lassen. Diese gesonderte Abfuhr wird dann dementsprechend bei der Gebührenberechnung berücksichtigt.

Hintergrund:
Bioabfälle müssen seit dem 1.1.2015 getrennt gesammelt werden. So gibt es die Europäische Abfallrahmenrichtlinie und das bundesweit geltende Kreislaufwirtschaftsgesetz vor. Der Entsorgungsverband Saar bietet den saarländischen Bürgerinnen und Bürgern bereits seit 2001 eine Biotonne zur Entsorgung ihrer Bioabfälle an.

Zielsetzung der konsequenten Getrenntsammlung ist es, den in jedem Haushalt anfallenden Bioabfall verwerten zu können, statt ihn zu verbrennen.
Um jedoch Bioabfälle zu Kompost verarbeiten oder energetisch nutzen zu können, muss das Material frei von Störstoffen sein.

Damit es mit der Mülltrennung klappt, bietet der EVS umfassende Informationen zum Thema unter www.evs.de.
Fragen zur richtigen Befüllung der Biotonne beantworten auch gerne die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des EVS Kunden-Service-Centers (Tel. 0681/5000-555, service-abfall@evs.de).

 

PM: Marianne Lehmann,
Leiterin Stabsstelle Kommunikation
Entsorgungsverband Saar (EVS)

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