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Strom- und Gasrechnungen verjähren erst spät

Miet-Nebenkostenabrechnungen verjähren bereits ein Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraums. Bei Strom- und Gasrechnungen tritt Verjährung erst viel später ein, erläutert Gertrud Truar von der Verbraucherzentrale.
In den letzten Monaten haben sich viele Betroffene bei der Verbraucherzentrale gemeldet, die plötzlich sehr hohe Rechnungen über mehrjährige Zeiträume erhalten haben. Die wage Hoffnung, dass nicht bezahlt zu werden braucht, was nicht zeitnah gefordert wurde, muss Truar enttäuschen. Die Verjährungsfrist liegt bei drei Jahren. Wenn beispielsweise ein Monatsbetrag in Höhe von 150,- € fällig gewesen wäre, aber 12 Monate lang nichts abgebucht wird, flattert eine Rechnung in Höhe von 1800,- € ins Haus. In einem Fall waren über 5000,- € in Rechnung gestellt worden, erinnert sich die Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale. Diese Summe ist möglichst sofort zu begleichen. Die sofortige Fälligkeit erklärt sich aus der sogenannten Mitwirkungspflicht der Kunden. Viele Betroffene verfügen nicht über die notwendigen Reserven. In einem solchen Fall kann man eine Ratenzahlungsvereinbarung treffen. Allerdings bestehen die Versorgungsunternehmen meist auf hohe Raten bzw. kurze Ratenzahlungs-Laufzeiten. Wer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, riskiert die Versorgungssperre.
„Leider können wir keine Entwarnung geben, wenn das Versorgungsunternehmen die Sperre androht“, sagt die Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale. Voraussetzung für eine berechtigte Sperrankündigung ist die Fälligkeit von beispielsweise nur 100,- € bei einem Stromliefervertrag. Das Schreiben mit der Sperrankündigung muss 4 Wochen im Voraus geschickt werden. In dieser Zeit sollten Betroffene sich unbedingt darum kümmern, einen Kredit zu beantragen. Transferleistungsempfänger erhalten ggf. von der Arge einen Kredit, der mit den monatlichen Zahlungen verrechnet wird.
Ein Versorgungsunternehmen muss den Betroffenen nochmals drei Werktage vor der Versorgungsunterbrechung eine Mitteilung in den Briefkasten werfen. Leider übersehen viele Empfänger das erste Schreiben bzw. nehmen es nicht ernst genug. Wenn dann nur noch drei Tage Zeit zum Handeln bleiben, muss man sich sputen.
Kritische Situationen können sich insbesondere nach einem Umzug ergeben oder auch nach einem Versorgerwechsel. Um Probleme mit drohender Strom- und Gassperre zu vermeiden, empfiehlt die Verbraucherzentrale, hin und wieder die Kontoauszüge zu kontrollieren.
Bei Fragen zur Höhe des Energieverbrauchs sowie zur Berechnung von Abschlagszahlungen sind die Energieberater der Verbraucherzentrale gerne behilflich.
Die Energiesparberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Der Selbstkostenanteil für Verbraucher beträgt 5,- € für eine 30 minütige Beratung. Für eine persönliche Beratung in einer der 14 Energieberatungsstellen im Saarland ist eine Anmeldung erforderlich. Anmeldung saarlandweit unter 0681 50089-15.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017