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Teure Erfrischung – Klimageräte für zuhause meist keine effiziente Lösung

In den vergangenen Jahren haben sie die Verkaufsflächen von Bau- und Elektromärkten Schritt für Schritt erobert: Raumklimageräte, die den hitzegeplagten Mitteleuropäern Entlastung von tropischen Temperaturen versprechen.

Die Geräte schlucken jedoch nicht nur viel Strom; oftmals bringen sie nicht einmal die erhoffte Abkühlung.

Angelika Baumgardt, Energieberaterin der  Verbraucherzentrale des Saarlandes, kennt das Problem aus ihrem Beratungsalltag: „Im Sommer heizen sich viele Wohnung schon mal auf über 30 Grad auf – das liegt definitiv außerhalb unserer Wohlfühlzone und kann sogar gesundheitsschädlich sein. Die kleinen Raumklimageräte erscheinen da als willkommener Ausweg, zumal sie oft vergleichsweise günstig sind.“

Richtig teuer werden kann jedoch der laufende Betrieb – 250 Euro Stromkosten in einem Sommer sind da schnell aufgelaufen. Als Kostenfalle können sich vor allem die sogenannten Monoblockgeräte erweisen. Die einteiligen Geräte müssen die Abwärme durch einen Schlauch nach draußen transportieren, oftmals durch einen Tür- oder Fensterspalt. Auf diesem Weg strömt aber natürlich auch kontinuierlich warme Luft zurück in den Raum. Die Folge: Das Gerät läuft auf Hochtouren, ohne dass die versprochene Kühlung eintritt. Zudem sind Kompressor und Lüfter der Monoblockgeräte ziemlich laut.

Etwas effizienter – aber auch wesentlich teurer – sind sogenannte Splitgeräte, bei denen der lärmende Kompressor im Außenbereich montiert wird. Der Verbindungsschlauch für Stromleitung und Kältemittel wird durch die Wand zum Kompressor geführt. Auch Besitzern solcher Geräte rät Angelika Baumgardt aber, sie nur bei Bedarf anzuschalten, beispielsweise vor dem Schlafengehen. Nachts sorgen geöffnete Fenster häufig schon für Abkühlung.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Für einen persönlichen Termin in einer der 16 Beratungsstützpunkte im Saarland ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15. 

 

PM: Theresia Weimar-Ehl, Verbraucherzentrale

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