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Titus Tatz in der Stadthalle St. Ingbert

Die Welt-Uraufführung der „Musenbolde“ von Titus Tatz findet heute (Dienstag, 17.11.15) um 10.00 Uhr in der St. Ingberter Stadthalle statt.

Welturaufführungen gibt es normalerweise am Broadway oder zumindest in der Hauptstadt Berlin. Irrtum, auch St. Ingbert kann mit solchen Ereignissen aufwarten. Am 17. und 18. November ist es soweit, die Theatergruppe „Die Musenbolde“ stellt das Theaterstück für Kinder „Titus Tatz“ in der Stadthalle vor.

Für sein Kinderbuch Titus Tatz wurde der in England lebende Autor libanesischer Herkunft SF ausgezeichnet. Durch Vermittlung de Kulturverwaltung der Stadt St. Ingbert erhielt die Theatergruppe „Die Musenbolde“ die Erlaubnis für zwei Aufführungen der Bühnenfassung. Gleich danach machte man sich an die Arbeit und begann Anfang 2015 die Erzählung in ein Theaterstück umzuarbeiten. Das war bei der Vielschichtigkeit keine leichte Aufgabe.

Die Hauptperson ist Titus Tatz; ein junger Kater aus dem Clan der edlen mesopotamischen Kurzhaar-Blau-Katzen. Diese tragen alle lateinische und somit aristokratische Namen und leben sorglos, selbstgefällig und unbehelligt von den Unbilden der Außenwelt in der abgeschotteten Villa einer Comtesse. Als diese stirbt und ein großer schwarzer Mann in Begleitung zweier bedrohlicher schwarzer Katzen in der Villa auftaucht, ahnt nur der alte Tatz, das Noch-Familienoberhaupt, die drohende Gefahr. Nur ihm ist noch ein Teil der Lehren des berühmten Vorfahren Jalal in Erinnerung, die eine Rettung ermöglichen. Diese gibt er seinem Enkel, der als einziger seinen Geschichten lauscht, mit auf den Weg in die Draußenwelt, wo er Hilfe suchen soll.

Titus erreicht nach mutigem Ausbruch die Stadt. Hier herrschen die rivalisierenden Katzengangs, eine ausgezeichnete Milieustudie, in der typische Namen wie Razor, Ginger, Sally, Bones und Holly charakteristisch sind. In deren Territorium muss sich unser Katzenheld durchschlagen, um einen Retter für seine Familie zu suchen.
In kritischen Momenten entführt ihn ein Traum nach Mesopotamien, wo er Jala begegnet. Dieser unterweist ihn in den sieben alten Weisheitslehren: Offenheit, Bewusstsein, Jagen, Langsamzeit, Schattengehen, Energiefluss und schließlich Traue-dir-selbst.
Wunderbar zeichnet S. F. Said wie sich aus dem verwöhnten, aber neugierigen Titus ein selbstbewusster und mutiger Kater entwickelt. Wie in feinen Schritten aus Vertrauen Freundschaft werden kann und so die Rettung in großer Bedrohung gelingt.

Diese vielen Ebenen sind auch für die Gestaltung des Bühnenbildes eine große Herausforderung. Die Verbindung zwischen den Szenen und den Ebenen wird musikalisch vorbereitet und gesteigert durch Kompositionen von Frank Hahnhaußen, Studienrat am Albertus-Magnus-Gymnasium, der diese Musik mit der schuleigenen Combo einstudiert.

Karten zu dem Stück „Titus Tatz“ am Dienstag, 17. November um 10 Uhr und Mittwoch, 18. November um 19.30 Uhr, in der St. Ingberter Stadthalle kosten 8 Euro für Erwachsene und 3 Euro für Kinder und Jugendliche.

 

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St. Ingberter Anzeiger ·
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