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„Traumhäuser“ – Ein gelungenes Unterrichtsprojekt an der Gesamtschule Gersheim

Dass in der Schule Fächer wie Mathematik, Deutsch, Biologie und ähnliche unterrichtet werden, war schon (fast) immer so und dürfte allgemein bekannt sein. Aber Schule hat sich verändert. Sie muss, wenn sie den Jugendlichen das nötige Rüstzeug für ihre Zukunft mitgeben möchte, mit der Zeit gehen und sich den Anforderungen anpassen, denen man in der Gesellschaft und im beruflichen Leben begegnet.

Der Wahlpflichtbereich eröffnet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihren Interessen und Begabungen gemäß Lernschwerpunkte zu setzen und so zusätzliche Fertigkeiten zu entwickeln. Die Gesamtschule Gersheim setzt beispielsweise einen solchen Akzent im Wahlpflichtfach „Kultur und Medien“. In diesem Unterrichtsfach werden einerseits Inhalte aus dem weiten kulturellen Bereich vermittelt – hohe Kultur wie Theater, Musik von Rap bis Musical, Bildende Kunst, daneben auch eher alltägliche Erscheinungen wie Schule im Wandel der Zeit, Ess-Kultur in verschiedenen Ländern und Epochen, Wohnen, Mode und dergleichen mehr. Darüber hinaus soll aber auch gelernt werden, Medien sinnvoll einzusetzen, um erarbeitete Ergebnisse wirkungsvoll zu präsentieren. Daher stehen auch Präsentationstechniken auf dem Programm, also Möglichkeiten, einen Vortrag mit visuellen Mitteln anschaulich und verständlich zu gestalten.

Vom „altmodischen“ Poster oder geschriebenen Textbeiträgen bis zu digitalen Mitteln wie Video oder PowerPoint-Präsentationen werden alle möglichen Mittel ausgeschöpft. Die Jugendlichen sollen ja umfassend fit gemacht werden, um in der modernen Welt mithalten zu können. Und dabei wird nicht nur die Theorie beleuchtet, sondern oft geht es auch ganz praktisch ans Werk. Denn was lernt sich besser als das, was man mit den eigenen Händen tut?

Ein besonderes Highlight stellte in diesem Schuljahr im Jahrgang 10 der Gesamtschule das Präsentieren anhand von Modellen dar. Im Rahmen des Themas „Wohnkultur“ wurden Modellhäuser entworfen und diese Entwürfe in die Praxis umgesetzt. Idee und Materialwahl waren freigestellt, man durfte seinen Vorstellungen und Wohnwünschen freien Lauf lassen. Und ebenso vielfältig wie die Ideen waren auch die Resultate. Ein frei drehbares Energie-Spar-Haus mit integrierter Solaranlage orientierte sich am ökologischen Aspekt. Ein Haus im Grünen betonte den Wunsch nach einer natürlichen Lebenswelt. Ein flacher Bungalow mit ausgeklügeltem Lichtsystem wurde ebenso vorgestellt wie ein konventionelles Haus, das Gemütlichkeit ausstrahlt. Wie sieht dein Traumhaus aus, in dem du einmal wohnen möchtest? Diese Frage wurde individuell und höchst phantasievoll beantwortet. Idee und Realisierung sowie die Lebensphilosophie dahinter wurden anschließend dem Plenum anhand der Modelle erläutert. Wie die „großen Vorbilder“ in den öffentlichen Medien hielten die jungen Häuslebauer ihre eigens hergestellten Moderationskarten in der Hand und meisterten mit Bravour den freien Vortrag – sicher keine einfache Sache, aber eine Fähigkeit, die einem im späteren Leben von Nutzen sein wird.

Nicht alle Ideen wären tatsächlich bautechnisch zu realisieren. Aber alle bieten sie eine gute Gelegenheit, sich über das Wohnen als wichtigen Aspekt des Lebens Gedanken zu machen und diese Überlegungen anderen mitzuteilen.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017