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UCD zum Thema Jazzfestival

Die Fraktion der Unabhängigen Christdemokraten (UCD) im Stadtrat St. Ingbert, bedauert den Beschluß, das Jazzfestival nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen.

Fraktionsvorsitzender Dr. Markus Gestier drückt seine Enttäuschung aus: „Bei der Mehrheit der Ausschußmitglieder haben offensichtlich rein finanzielle Aspekte den Ausschlag für diesen Beschluß gegeben, das Jazzfestival nur noch alle zwei Jahre stattfinden zu lassen: Der konzeptionellen Diskussion wollte man sich teilweise im Ausschuß gar nicht stellen und verlangte mehrfach sogar wegen der fortgeschrittenen Zeit das Ende der Diskussion. Sachfremde Kosten im Zusammenhang mit Planung und Organisation des Jazzfestivals wurden zum Teil als Begründung für den Beschluß herangezogen.“ Die beiden Christdemokraten, Gerhard Selgrad und Markus Gestier lehnten daher den Beschluß ab.

Gestier erinnert daran, daß von der verdienstvollen Ursprungsidee des „Vaters“ des Jazzfestivals – 1987 hatte der Musiker Jörg Jacob die Initiative ergriffen – und den ersten Anfängen über die Jahre hinweg ein kulturelles Großereignis in der Region entstanden ist, um das uns andere Städte beneiden. Insbesondere bei Dr. Peter Kleiss, dem Festivalleiter der vergangenen Jahre, bedankte sich Gestier für dessen erfolgreiches künstlerisches Engagement.

Gestier hofft, daß in Sachen Jazzfestival noch nicht das letzte Wort gesprochen ist und ist sich sicher, daß die „blue notes“ auch weiterhin eine feste Heimat in der Kulturstadt St. Ingbert haben werden. „Andere saarländische Städte stehen schon in den Startlöchern, uns bei diesem kulturellen Highlight zu beerben“, so Gestier. Erfreulich sei es daher, so der christdemokratische Kulturpolitiker, daß sich spontan schon einige erfahrene Kulturexperten gemeldet haben, die sich bereit zeigten, das Jazzfestival St. Ingbert auf veränderter Grundlage zu betreuen. Insbesondere die Ankündigung des früheren Kulturamtsleiters, Elmar Peiffer, sich engagieren zu wollen, sei auf Grund seiner zahlreichen Kontakte in der Kulturszene ein positives Zeichen.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um das Jazzfestival im Speziellen und die „Kosten“ von Kultur im Allgemeinen, erinnerte Gestier an die Worte des Altbundespräsidenten, Richard von Weizsäcker: „Kultur kostet Geld. Sie kostet Geld vor allem deshalb weil der Zugang zu ihr nicht in erster Linie durch einen privat gefüllten Geldbeutel bestimmt sein darf. … Kultur ist kein Luxus, den wir uns entweder leisten oder nach Belieben auch streichen können, sondern der geistige Boden, der unsere innere Überlebensfähigkeit sichert.“

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