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Unser Handy –was ist da eigentlich drin?

Ein Projekt des Natur und Umweltkurses der Klassenstufe 10 der Gesamtschule Gersheim.
Handys sind unsere ständigen Begleiter, die der Jugendlichen noch mehr als die der Erwachsenen.  Und allzu oft hat man noch alte Geräte in irgendeiner Schublade liegen. Die Schüler des Natur und Umwelt Kurses der Klassenstufe 10 der Gesamtschule Gersheim nahmen die Geräte und ihre Herkunft etwas genauer unter die Lupe und kamen zu teilweise unerwarteten Ergebnissen.

Zunächst einmal wurden alte Handys auseinandergebaut, um zu sehen, aus welchen Teilen und welchen Materialien und Rohstoffen so ein Handy eigentlich besteht. In diesem Zusammenhang erfuhren die Schülerinnen und Schüler, was seltene Erden und seltene Metalle sind und wo auf der ganzen Welt die Minen liegen, aus denen die Rohstoffe für die Handys gefördert werden. Auch lernten sie, dass der Abbau dieser Rohstoffe schwerwiegende Folgen für die Umwelt mit sich bringt und sie staunten nicht schlecht, dass dies ganz oft unter Verletzung von Menschenrechten und Sozialstandards geschieht.
Um Herstellung, Nutzung und Verkauf von Handys aus unterschiedlichen Richtungen zu beleuchten, plante der Kurs eine Talkshow. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rollen von Kunden, Fabrikarbeitern, Vertretern einer Handyfirma, Minenarbeitern, Umweltaktivisten und Moderatoren. Unter den beiden Hauptaspekten Nachhaltigkeit von Produktion und Nutzung von Handys  und Aussehen und Umsetzung einer nachhaltigen Handyproduktion und Nutzung haben sich die jeweiligen Diskussionspartner im Vorfeld ihre Situation und ihre Interessen bewusst gemacht und Fragen und Ansätze formuliert.
In der Talkshow selbst brachten alle Interessengruppen ihre Einstellungen und auch die gravierenden Ungerechtigkeiten zur Sprache. Die bestehenden Verhältnisse wurden diskutiert und beklagt, aber viele Fragen blieben unbeantwortet. Den wurde Schülern bewusst, wie viele Interessen zu berücksichtigen sind, wie komplex dieses Thema und wie schwierig es ist, Lösungen zu finden, wenn die Vorteile der einen zum Teil im Schaden der anderen begründet sind.
Die Schüler erkannten einen großen Handlungsbedarf, sahen aber auch, wie wichtig es ist, dass gerade die Handyhersteller aber auch die Käufer sich für die Bedürfnisse der Minen- und Fabrikarbeiter interessieren und dass Aufklärung über die Situation der Arbeiter betrieben werden muss. Einhellig kamen sie zu dem Schluss, dass die Firmen in der Verantwortung stehen, die Arbeitsbedingungen der Menschen in den rohstoffproduzierenden Ländern zu verbessern.

Nicht zuletzt wurde auch der direkte und indirekte Energieverbrauch der Handys unter die Lupe genommen mit der Frage, wie wir den Verbrauch einschränken können, beispielsweise dadurch, dass unser „Freund“ nicht die ganze Nacht an der Ladestation hängt. Auch die Handyentsorgung war ein Thema, Möglichkeiten wie Handypfand, Handytonne, Recyclinghöfe und Re-Use wurden als Lösungen genannt.
Parallel zu dem Projekt wurde in der Schule eine Handysammelaktion gestartet. Durch die intensive Werbung der Schüler kamen einige Altgeräte zusammen. Diese werden überprüft und fachgerecht recycelt oder sogar, je nach Zustand, verkauft. Der Gewinn geht an eine gemeinnützige Organisation.

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