Nachrichten

Samstag, 19. August 2017 · sonnig  sonnig bei 15 ℃ · Ü30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017Jugendcamp des SV Rohrbach 2017

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Verein zur Förderung der sozialen und kulturellen Belange aufgelöst

Trotz laufender Ermittlungen gegen den noch amtierenden Vorsitzenden (Noch-) Oberbürgermeister Georg Jung wurde am Montagabend der „Verein zur Förderung der sozialen und kulturellen Belange“ aufgelöst.
Zunächst wurde ein Dringlichkeitsantrag von Jürgen Berthold auf Vertagen der Sitzung wegen der laufenden staatsanwaltlichen Untersuchungen abgelehnt.
Wie aus gut unterrichteten Kreisen verlautete, waren zur Sitzung bei 11 Anwesenden auch 7 neue Mitglieder (Thomas Berrang, Christina Wieth, Klaus BianRosa, Dr. Klein, Jörg Schuh, Norbert Ramelli und Pfarrer Arno Vogt) erschienen. Alle diese 7 Neu-Mitglieder sind erst in den letzten 3 Wochen dem „Spendenverein“ beigetreten und haben laut Aussage des Vereinsgeschäftsführers Peter Wachall jeweils 450,- Euro Aufnahmegebühr bezahlt – um dann direkt in der ersten Sitzung des Vereins diesen aufzulösen.
Der alte Vorstand wurde nach Vorlage des Kassenberichts, der ein Vereinsvermögen von über 480.000 € ausweist, u.a. von diesen Neumitgliedern (auch für die vergangenen Jahre in denen sie gar keine Mitglieder waren!) entlastet und ein neuer Vorstand gewählt.
Diesem neuen Vorstand gehören an: Thomas Berrang als 2. Vorsitzender, Peter Wachall als Geschäftsführer, sowie Georg Jung und Norbert Ramelli als Beisitzer. Kurios: Dem (kraft Amtes als neuer Oberbürgermeister) künftigen Vereinsvorsitzenden Hans Wagner wurde der Eintritt zur Vereinssitzung verwehrt.
Bei 2 Gegenstimmen wurde dann beschlossen, den Verein für soziale und kulturelle Belange aufzulösen. Das Vereinsvermögen soll gemäß der Satzung auf die Stadt übertragen werden. Die Mittelstadt St. Ingbert soll dann das Vereinsvermögen in eine Stiftung zur Förderung gemeinnütziger Projekte aus den Bereichen Kultur, Jugend, Bildung, Soziales und Umwelt in der Mittelstadt St. Ingbert einbringen. Falls Stadt dies nicht bis zum 31. Dezember 2013 getan hat, behält sich der Spendenverein die Rückforderung des Vereinsvermögens vor. Erst wenn Mittelstadt nachgewiesen habe, dass das Vereinsvermögen in die neue Bürgerstiftung eingebracht worden sei, soll daher die Liquidierung des Spendenvereins endgültig vollzogen werden. Der neue Vorstand des „Verein zur Förderung der sozialen und kulturellen Belange“ will seine Auflösung mit einem notariell beglaubigten Protokoll beim Amtsgericht beantragen.
Jürgen Berthold kündigte an, den seiner Meinung nach „dubiosen“ Auflösungsbeschluss juristisch prüfen zu lassen.

Mehr zum Thema Spendenverein

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017