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Viele Erfrischungsgetränke gehen in Zucker baden

Durstlöscher im Sommer oft wenig erfrischend
Wenn im Sommer die Temperaturen in die Höhe steigen, ist reichliches Trinken besonders wichtig. Durch Schwitzen geht viel Flüssigkeit verloren, die unbedingt wieder ersetzt werden muss, damit der Stoffwechsel in Gang bleibt. Erwachsene sollten rund 1,5 Liter über den Tag verteilt trinken, bei Hitze dürfen es bei Gesunden ruhig 2-3 Liter sein.
Wer aus dem großen Angebot an Erfrischungsgetränken aus dem Supermarktregal seinen Durst löschen will, kann ganz schön überrascht werden, warnt Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale des Saarlandes: Neben Wasser, unterschiedlichen Säften und zahlreichen Zusatzstoffen enthalten viele dieser Getränke eine Menge Zucker. 30 bis über 62 Gramm Zucker hat die Verbraucherzentrale Saarland in den Portionsflaschen von durchschnittlich 500 ml gefunden, das entspricht 8 bis 21 Stück Zuckerwürfeln. Deshalb sollte die richtige Auswahl mit Bedacht getroffen werden, denn nicht alles eignet sich als sinnvoller Durstlöscher.
Die Bedenken gegen einen hohen Zuckerkonsum sind inzwischen erkannt: Ein Zuviel an Zuckerkalorien kann insbesondere durch die hohe Insulinausschüttung zu Übergewicht führen und sich auch auf den Fettstoffwechsel negativ auswirken. Hinzu kommt, dass die süßen Getränke trotz der Kalorien nicht sättigen; im Gegenteil – sie machen schnell Appetit auf mehr. Karies und Zuckerkonsum stehen ebenfalls in einem Zusammenhang.
Es ist also wichtig, beim Kauf der Erfrischungsgetränke einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Dort steht in der Regel auch, wie viel Zucker im Getränk enthalten ist. Ab Ende 2012 ist die Nährwertkennzeichnung für alle verpackten Lebensmittel Pflicht.
Die Verbraucherzentrale hat in einer kleinen Ausstellung die Menge an Zucker sehr anschaulich dargestellt. „Wenn man die Zuckerwürfel vor sich sieht, wird einem erst so richtig bewusst, wie viel Zucker wir uns mit manch einem so zwischendurch aufgenommenen Getränk zumuten“, so Barbara Schroeter.
Wer gesund seinen Durst stillen will, greift am besten zu Wasser oder ungesüßtem Kräutertee. Wer auf den Fruchtgeschmack nicht verzichten will, sollte Fruchtsäfte nur in Maßen genießen oder den Saft mit Mineralwasser oder Tee mischen. Selbst im Verhältnis 1Teil Saft und 5 Teile Wasser bekommt man ein erfrischendes und fruchtiges Getränk.
Nähere Informationen zum Thema Zucker in Erfrischungsgetränken und eine kleine Ausstellung mit Beispielen von verschiedenen Getränken gibt es in Saarbrücken in der Verbraucherzentrale im Haus der Beratung, Trierer Straße 22.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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