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Vielfalt in Fankultur anerkennen!

Der Landesvorstand der Grünen Jugend Saar reagiert bestürzt auf die Forderung der Grünen Jugend Rheinland-Pfalz, an der sich inzwischen der Bundesverband und weitere Landesverbände angeschlossen haben, dass zur Fußballeuropameisterschaft die Fahnen beiseite gelassen werden sollen, um nationalistischem Gedankengut keinen Raum zu lassen.

Hierzu erklären Johannes Klein und Saskia Kiefer, die Sprecher*innen der GRÜNEN JUGEND Saar:

„Wir können nicht ausschließen, dass es Menschen gibt, die nationale Symbolik für ihre fremdenfeindliche Gesinnung missbrauchen. Wir erinnern dabei etwa an Pegida und andere rechte Gruppen. Die Flaggenkultur zur Fußball-Europameisterschaft ist jedoch kein vordergründiges Zeichen von Nationalstolz, sondern ein Bezug zur bunten und vielfältigen Nationalmannschaft, die längst die Vielfalt der deutschen Gesellschaft widerspiegelt. Es ist daher falsch und fatal, dass hier Fans in einen Rand gedrückt werden, in den sie nicht hingehören!

Wir sehen das Fahneschwingen zur Fußball-EM keinesfalls als Patriotismus, sondern als Ausdruck der Unterstützung der Fußballmannschaft und als Ausdruck eines sportlichen Gemeinschaftsgefühls und damit als Teil der Fankultur. Dabei geht es nicht um einen Wettstreit zwischen Nationen darüber, welche denn die beste oder tollste sei, sondern viel mehr um ein freundschaftlicher Wettstreit zwischen fußballbegeisterten Menschen, unabhängig einer Nation.

Es kann jedoch nicht sein, dass Menschen, die sich hierzu kritisch äußern, mit Hasskommentaren und Morddrohungen konfrontiert werden. Wir verurteilen solche Äußerungen aufs Schärfste und solidarisieren uns mit diesen.“

 

PM: N. Wettmann

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