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Vier Tipps gegen Schimmel in Wohnräumen

Gerade im Winter haben viele Menschen in Wohnungen und Häusern Probleme mit Schimmel.

Schimmel entsteht, wenn zum Beispiel Wände oder Decken feucht werden. Tapeten, Anstriche und poröse Baustoffe bilden dann zusammen mit Feuchtigkeit den Nährboden für die Entstehung dieser speziellen Pilzarten. „Schimmel ist nicht nur ein optisches Problem, sondern unter Umständen auch ein gesundheitliches, denn er kann bei manchen Menschen allergische Reaktionen auslösen“, erklärt Werner Ehl, Bauphysiker und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Deshalb besteht nach dem Entdecken großer Handlungsbedarf.

  1.  Schnelles Beseitigen: Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten Schimmelschäden möglichst schnell beseitigt werden. Oberflächliche Schäden mit geringem Umfang (bis etwa 0,5 m²) können von den Betroffenen selbst beseitigt werden, sofern sie nicht allergisch auf Schimmelpilze reagieren. Dabei sollte eine angemessene Schutzausrüstung verwendet werden (Schutzbrille, Atemschutz und Handschuhe). Bei größeren Schäden sollte eine Fachfirma hinzugezogen werden.
  2. Ursache klären: „Auslöser für Schimmelwachstum können zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Innenräumen, bauliche Ursachen (z. B. mangelnder Wärmeschutz oder Wärmebrücken) und eindringende Feuchtigkeit von außen sein“, erläutert Werner Ehl. In jedem Fall sollte die Ursache ermittelt werden, damit der Schaden dauerhaft beseitigt werden kann und zukünftige Schäden vermieden werden. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale berät dazu betroffene Verbraucher. Schimmel in Mietwohnungen führt oft zu Konflikten zwischen Mietern und Vermietern. Auf jeden Fall müssen Mieter den Vermieter über den Schimmelbefall informieren.
  3. Empfehlungen zur Raumnutzung umsetzen:
  • Richtiges Lüften: Die Luftfeuchtigkeit kann mit regelmäßigem Lüften der Wohnung verringert werden. Am besten lässt sich der Erfolg des Lüftens durch ein Thermo-Hygrometer kontrollieren. Schimmelprobleme können jedoch auch bei ausreichendem Lüften auftreten. In diesen Fällen kommen Baumängel als Ursache in Frage.
  • Richtiges Heizen: Durch ausreichendes Heizen lässt sich das Risiko für die Schimmelbildung senken. Die Raumtemperatur sollte auch in wenig beheizten Wohnräumen nicht weniger als 16 Grad Celsius betragen. Auch hier ist das Messen und Regulieren der Raumtemperatur zu empfehlen.
  • Richtiges Möblieren und Dekorieren: Sind Möbel und Dekoration zu nahe an kalten Wänden zu finden, behindern sie das Erwärmen der Wand und den nötigen Luftaustausch. Als Folge kann an der Rückseite von z. B. Schränken Schimmel entstehen. Ein ausreichender Abstand (5-10 cm) zur Wand kann Schimmelprobleme verhindern.
  • Bauliche Maßnahmen umsetzen: Nachträgliche Wärmedämmungen können das Schimmelrisiko erheblich senken. Mit dem nachträglichen Einbau von Lüftungstechnik wird außerdem dafür gesorgt, dass Wohnräume auch bei Abwesenheit der Bewohner ausreichend mit Frischluft versorgt werden.

Privatpersonen erhalten bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale individuelle Empfehlungen für den Schutz vor Schimmel. Bei baulichen Verbesserungen bekommen Ratsuchende Informationen zur Umsetzung, zu den Kosten und zu möglichen Förderprogrammen des Staates. Die Beraterinnen und Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Beratungsangebote kostenfrei. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Termine zur persönlichen Beratung können unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden. Weitere Informationen unter www.vz-saar.de oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

In St. Ingbert finden die Energieberatungen im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 202 statt. Anmeldung unter 06894 – 130 oder 0681 – 50089 15.

 

PM: Th. Weimar-Ehl

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