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Vortrag der SINUS:akademie in der LMS

„Das Internet zu nutzen, ist für 98 % der 14- bis 24-Jährigen zur Selbstverständlichkeit geworden.

Je nach Herkunft, Bildungsstand oder auch sozialem Umfeld werden Medien mit unterschiedlichen Erwartungen, verschieden häufig und in differenzierter Qualität genutzt“, eröffnete Direktor Dr. Gerd Bauer die gestrige Veranstaltung Ausnahmezustand offline über die Mediennutzung von Jugendlichen, zu der die Landesmedienanstalt Saarland eingeladen hatte.

Peter Martin Thomas, Leiter der SINUS:akademie, gab den rund 60 Teilnehmenden einen Einblick über die Zusammenhänge zwischen Mediennutzung und lebensweltlichem Hintergrund. In diesem Kontext stellte er die U25-Studie – Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der digitalen Welt des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) vor. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Jugendliche trennen kaum noch zwischen On- und Offline-Zeiten. Internetnutzung, vor allem mit dem Smartphone, ist zentraler Bestandteil ihres Alltags. Doch Online-Sein bedeutet nicht für jeden Heranwachsenden das Gleiche. Die Studie hat unterschiedliche Nutzungs- und Einstellungsmuster herausgefiltert und daraus sieben Internet-Milieus abgeleitet: Verunsicherte (3%), Vorsichtige (7%), Verantwortungsbedachte (8%), Skeptiker (10%), Unbekümmerte (18%), Souveräne (26%) und Pragmatische (28%). Die Milieu-Zugehörigkeit der Befragten unterscheidet sich entlang ihrer jeweiligen Lebenswelten, ihrer Zugangsweisen zum Netz und ihrer Einstellungen zu Vertrauen und Sicherheit im Internet.

Wichtige Handlungsfelder sind für Thomas neben transparenten Sicherheitseinstellungen (z. B. bei Sozialen Netzwerken) und der Klärung von Rechtsfragen im Bereich der Urheberrechte (z. B. beim Internetstreaming) vor allem die Schaffung von Vertrauensinstanzen, an die sich Jugendliche bei Fragen zur digitalen Welt wenden können bzw. wollen.

In ihrem Schlusswort betonte die saarländische Bundestagsabgeordnete Nadine Schön zum einen die Notwendigkeit einer kontinuierlichen wissenschaftlichen Erforschung der Mediennutzung Heranwachsender. Zum anderen sei es für alle am Erziehungsprozess Beteiligten wichtig, sich mit diesen Ergebnissen differenziert auseinander zu setzen und Jugendlichen Hilfestellung beim kritischen Umgang mit Medien zu geben. Schön bedankte sich abschließend bei der LMS, die diesen Prozess mit zahlreichen Fortbildungsangeboten, Projekten und Initiativen schon seit vielen Jahren nachhaltig begleitet.

Die Studie kann abgerufen werden unter http://tinyurl.com/divsi-u25.

 

PM: LMS

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