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Wärmedämmung ökologisch betrachtet

Wer sein Haus dämmt, hat eine große Auswahl an verschiedenen Dämmstoffen. Welchen soll man denn nun nehmen?

„Ein Kriterium ist z. B. die umweltfreundliche Herstellung des Materials“, sagt Werner Ehl, Bauphysiker und Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Um Dämmstoffe ökologisch zu bewerten, muss der Ressourcen- und Energieaufwand zur Herstellung beachtet werden sowie die Energieeinsparung während ihres Einsatzes. Auch die Entsorgung spielt eine Rolle.

Aufgrund ihrer Zusammensetzung können Dämmstoffe in drei Klassen eingeteilt werden: mineralische, synthetische und welche aus nachwachsenden Rohstoffen. Hinsichtlich des Ressourcenaufwands sind nachwachsende Rohstoffe zwar im Vorteil, beim Energieaufwand ist es jedoch weniger eindeutig. So benötigen beispielsweise Holzfaserplatten bei der Herstellung ähnlich viel Energie wie Platten aus Polystyrol.

„Generell gilt, dass sämtliche Dämmmaterialien während ihrer Nutzungsphase ein Vielfaches der Energie einsparen, die für ihre Produktion eingesetzt wurde“, betont Werner Ehl. Außerdem werden sowohl naturnahe Dämmstoffe als auch Polystyrol chemisch behandelt, um Brandschutzanforderungen einzuhalten.

Was passiert wenn die Dämmung ihr Lebensende erreicht hat? Mineralische Dämmstoffe werden in der Regel auf Bauschuttdeponien deponiert. Synthetische und nachwachsende Dämmstoffe werden meist thermisch verwertet, also verbrannt.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hilft bei der Frage, welche Dämmstoffe für den konkreten Einzelfall am besten geeignet sind. Die Berater informieren anbieterunabhängig und individuell. Mit einem Beratungscoupon, der auf der Internetseite www.vz.saar.de heruntergeladen werden kann, sind die Beratungen in den 19 Beratungsstützpunkten der Verbraucherzentrale kostenlos. Diese Aktion der Verbraucherzentrale „Wärmedämmung lohnt sich doch“ läuft noch bis zum 30, November.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die unabhängige Energieberatung wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Termine zur persönlichen Beratung können unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei) oder direkt bei den Beratungsstützpunkten vereinbart werden.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 202 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 15.

 

PM: Th. Weimar-Ehl

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