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Wäsche trocknen – umweltfreundlich und sparsam

Gerade in der heutigen Zeit ist der schonende Umgang mit Energie von entscheidender Bedeutung – die Kosten für Strom sind in der Vergangenheit stark gestiegen. Eine weitere Kostensteigerung lässt es sinnvoll erscheinen, darüber nachzudenken, an welchen Stellen im Haushalt Strom eingespart werden kann: Das Trocknen der Wäsche ist hierbei ein wesentlicher Punkt.

 

„Eins gleich zum Anfang:“ so Volker König, Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes „Wirklich umweltfreundliche Wäschetrockner gibt es nur in einer Form: der Wäscheklammer.“

Wer jedoch seine Wäsche nicht auf einem Trockenboden oder -keller oder besser noch im Freien trocknen kann, sollte bedenken, dass beim Trocknen der Wäsche auf der Leine eine erhebliche Menge an Wasserdampf von der Raumluft aufgenommen werden muss. Eine hohe Luftfeuchte in der Wohnung birgt stets die Gefahr von Schimmelbildung an den Außenwänden, insbesondere in schlecht gedämmten Gebäuden. Um dieser vorzubeugen, sollte die Raumluftfeuchte mittels eines Hygrometers überwacht und rechtzeitig und in ausreichendem Maße durch Lüftung der Räume abgeführt werden. In der kalten Jahreszeit kühlt sich die Raumluft beim Lüften jedoch ab und muss durch die Heizung wieder erwärmt werden. Die Höhe dieser zusätzlichen Heizkosten lässt sich  leider nur schwer beziffern.

In vielen Fällen wird das Trocknen der Wäsche in der Wohnung durch den Mietvertrag untersagt.  Dann hilft ein elektrischer Wäschetrockner. Besonders stromsparend arbeiten  Wärmepumpentrockner.

Diese basieren auf einer neuartigen Technologie, die besonders durch die herausragenden Werte im Bereich der Energieeffizienz besticht. Die benötigte Wärme wird nicht wie üblich mit einem Heizstab produziert und aus dem Gerät geleitet, sondern immer wieder genutzt. Besonders sparsame Energieeffizienzklassen bis A+++ sind die Folge. „Im Vergleich zu herkömmlichen Abluft- oder Kondensationstrocknern lässt sich mit den energiesparenden Wärmepumpentrocknern reichlich Strom sparen – und die Energiekosten werden langfristig gesenkt. Ein deutliches Argument dafür, vor allem ganz alte Trockner endlich auszutauschen.“ führt Volker König aus.

Allerdings haben Wärmepumpentrockner auch Nachteile: Für Wohnungen mit ungenügendem Schallschutz sind sie schlechter geeignet, denn sie verursachen mehr Lärm als Abluft- oder Kondensationstrockner.

Darüber hinaus sind auch die Anschaffungskosten höher als für einen Abluft- oder Kondensationstrockner. Über die gesamte Laufzeit jedoch rechnen sich Wäschetrockner mit Wärmepumpe. Das Trocknen kostet im Wärmepumpentrockner etwa 40 Cent, bei klassischen Trocknern rund 90 Cent. Addiert man den Anschaffungspreis und Stromkosten für 10 Jahre, zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Wärmepumpentrockner verursachen Kosten zwischen etwa 850 und 1150 Euro, herkömmliche Trockner dagegen zwischen rund 1050 und 1450 Euro. Bei weiter steigenden Stromkosten wird diese Differenz noch größer werden.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale des Saarlandes können behilflich sein, wenn es um Schimmel-Vermeidung in der Wohnung geht. Im Rahmen eines Energie-Checks bei den Interessenten zuhause geben sie auch Hinweise zum sachgerechten Heizen und Lüften sowie zum Stromsparen. Hierfür fallen je nach Beratungsumfang für den Verbraucher lediglich Kosten zwischen 10 und 20 Euro an. Die darüber hinausgehenden Kosten trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.

Für eine persönliche Energieberatung in einer der 14 Energieberatungsstellen ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

 

PM: Verbraucherzentrale des Saarlandes e. V.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017