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„Wandern mit Hans“ per Fahrrad nach Kopenhagen

Den 74-jährigen Hans Abel (Wandern mit Hans) – Ur-Dengmerter, führte seine diesjährige Ferntour per Fahrrad nach Kopenhagen, hier sein Kurzbericht von der Reise.

Ein Blick auf meine Mitteleuropa-Karte zeigte mir, dass ich schon alle näheren Meere und Seen angelaufen, -getrampt oder -geradelt war – außer der Ostsee. Nach grober Entfernungsermittlung und dem einvernehmlich gesetzten Zeitrahmen von zwei Wochen müsste das reichen. Wenn ich nun die Tages-Kilometer, riskant bei meinem spärlichen Training, und die Fahrtdauer von 14 auf 15 Tage etwas erhöhen würde, könnte es sogar bis zur „kleinen Meerjungfrau“ in Kopenhagen reichen, die dieses Jahr ihren 100-jährigen Geburtstag feiert.

Sei’s drum! Es sollte meine zweite Radtour nach 2012 „Dengmert – Mittelmmer“ werden. Die Ausrüstung war die gleiche wie bei den anderen Touren: Gitarrensack mit Gitarre, zwei Gtr. Unterwäsche, Sommerschlafanzug, lange Regenhose, nie gebraucht, Windjacke, dazu meine leichte lange „Ausgehhose“ mit kariertem Baumwollhemd und der „Beauty-Kääs“ mit dem üblichen Kleinkram. Als Richtlinie für die Streckenführung diente eine fußmattengroße Deutschlandkarte vom ADFC, in die ich die durchschnittlichen Tagesetappen von 84 Kilometern für Übernachtungen eintrug, sowie eine bunte Kartensammlung von Tourismusverbänden, von meinem Patenkind Karin, das ich in Hamburg kurz besuchte, und aus eigenem Fundus zusammenstellte. In diese trug ich vorher etwaige Übernachtungsstätten mit Preisen und Telefonnummer ein, was mir vor Ort zeitweise zugute kam.

Bis zur „kleinen Meerjungfrau“ auf Kopenhagen waren es 15 Tage und 1268 Kilometer, was einen Tagesschnitt von 85 km ergibt. Es waren auch mal nur 65 – oder auch mal 110, je nach Quartiersuche. Die gesamte Strecke war etwa wie folgt unterteilt: 85 Prozent saubere asphaltierte Radwege, meist neben Land- und Bundesstraßen, mit und ohne dazwischen befindlichen Grünstreifen; Genuss pur. Die paar Sandwege, zum Beispiel auf dem Blies-Glan-Radweg oder dem Ostseeradweg waren dabei unbedeutend, und etwa 15 Prozent Land-, Bundes- und innerörtliche Straßen ohne Radstreifen mit entsprechendem Verkehr. Radler wurden fast immer respektiert. Die Route: St. Ingbert – Homburg – Blies-Glan-Radweg – Naheradweg bis Bingen – Koblenz – Bonn – Köln – Düsseldorf – Wesel – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg – Lübeck – Tavemünde – Fehmarn – Lolland – Kopenhagen.

In Hamburg-Meiendorf legte ich mich am Tag 12 ab, was mir Schürfwunden an Knie und Ellenbogen sowie einen dicken Mittelfinger eintrug, was aber inzwischen weitgehend verheilt ist. Abends nach erfolgreicher Quartiersuche, meist waren es Hotels, spielte ich mit der Gitarre auf, zum Beispiel auf Fehmarn-Burgstaaken in der „Haifischbar“, zusammen mit dem „Klaus“, Klaus Skerra, der auf Fehmarn den kleinsten Flughafen Deutschlands unterhält und in den 60er-Jahren „die Schmidd“ führte, ein feuchtfröhliches Wiedersehn bis in die Nacht hinein. An Kosten für Quartier, Essen, Trinken und Sonstiges sowie die Bahnheimfahrt, 6:28 Uhr ab Kopenhagen bis 22:15 Uhr „Dengmert“, acht Züge und siebenmal umsteigen mit dem Fahrrad am langen Arm, kamen 1778 Euro zusammen.

Der ausführliche Bericht mit vielen Bildern und Videos ist auf www.wandernmithans.de zu finden.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017