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Was macht ein Landrat, außer auf Termine zu gehen und Reden zu halten?

Diese und andere Fragen diskutierten die Mitglieder des Jugendforums Saarpfalz in der Kreisverwaltung mit Landrat Dr. Theophil Gallo.

Über zwei Stunden hinweg stellten die Jugendlichen Fragen, die sie als engagierte Bürger im Kreis bewegen, so u.a. zu den Themen Jugendbeteiligung, Schulbau, Barrierefreiheit und aktuellen Herausforderungen für unsere Demokratie. Zudem informierten sie sich über aktuelle Fragestellungen der Kreispolitik und Facetten aus der Arbeit eines Landrates. Landrat Dr. Gallo betonte darüber hinaus die großen Anstrengungen des Kreises bei Unterhalt und Sanierung von Schulgebäuden, konstatierte aber dennoch weiterhin erheblichen Nachholbedarf. „Die Stühle wackeln halt trotzdem!“, so auch das Fazit der 19jährigen Ines Jonderko. Auch in puncto Barrierefreiheit bleibt noch viel zu tun, wie im Gespräch anhand zahlreicher Beispiele deutlich wurde. Vor dem Hintergrund des Inklusionsgedankens fordern die Teilnehmenden hier mehr Aufmerksamkeit seitens der Verwaltung.

Landrat Dr. Gallo hatte umgekehrt aber auch viele Fragen an die Jugendlichen, denn seiner Meinung nach „darf man nicht alles ausschließlich den Älteren überlassen!“, vielmehr sei die Gesellschaft darauf angewiesen, dass sowohl in der Regel ältere Menschen mit viel Erfahrung als auch jüngere Menschen mit frischen Ideen Hand in Hand zusammenarbeiten und voneinander profitieren, und dies nicht nur im Arbeitsleben, sondern auch im Politbetrieb und im Ehrenamt. Ein besonderes Anliegen war Ihm daher, wie sich die Jugend ihre Zukunft im Saarpfalz-Kreis vorstelle. Junge Menschen müssten weiterhin dazu ermutigt werden, ihre Zukunft aktiv mitzugestalten, so Dr. Gallo. Hierzu muss auch die Politik ihren Beitrag leisten, indem sie Beteiligungsräume ermöglicht und die Meinungen der jungen Generation ernst nimmt. Als einen Baustein hierzu lud er das Jugendforum ein, sich mit dem Kreisentwicklungsplan auseinanderzusetzen, und hierzu ein Feedback zu geben. Dass die Tätigkeit des Landrats nicht nur auf das Halten von Reden und die Wahrnehmung von Terminen beschränkt ist, konnte auch klargestellt werden. Ein Großteil der Arbeit spielt sich im Hintergrund ab, wo es vor allem darum geht, durch richtungsweisende Entscheidungen und deren oftmals notwendige Abstimmung mit den gewählten Gremien die Funktionsfähigkeit der Verwaltung sicherzustellen und die Entwicklung von Rahmenbedingungen mit im Auge zu behalten.

Beide Seiten vereinbarten zudem ein weiteres Treffen zum Gedankenaustausch. Landrat Dr. Gallo dankte den Beteiligten für ihr Engagement und betonte, dass man im generationenübergreifenden Dialog immer dazulerne.

Das Jugendforum Saarpfalz gründete sich im Jahr 2016 im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ des Saarpfalz-Kreises im Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Über 20 Jugendliche treffen sich regelmäßig und planen unter Betreuung durch die protestantische Jugendzentrale Homburg sowie das Adolf-Bender-Zentrum St. Wendel Projekte und Aktionen gegen Menschenfeindlichkeit, für Demokratie und Partizipation.

 

PM: Pressestelle SPK

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