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Wechsel des Strom- und Gasvertrages

Die Möglichkeit, den Stromliefervertrag zu wechseln, besteht schon seit mehr als 10 Jahren. Die praktische Möglichkeit zum Wechsel des Gasvertrags ist erst seit ca. 5 Jahren in Gang gekommen. Die Privathaushalte haben die Qual der Wahl. Schon in der Anfangszeit des liberalisierten Strommarktes gab es mehrere Insolvenzen von kleinen Billiganbietern. Im Jahr 2011 ist ein großer Billiganbieter in die Knie gegangen. Einmal mehr ist deutlich geworden, dass ein Vertragswechsel wohl überlegt sein soll.

Der wichtigste Vorsichtshinweis lautet: Kein Vertrag mit Jahresvorauskasse, damit man im Insolvenzfall nicht noch einmal bezahlen muss. Es sind aber Ausnahmen denkbar, zum Beispiel wenn man großes Vertrauen in die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Anbieters hat. So bieten mehrere saarländische Versorgungsunternehmen ihren Kunden sehr preiswerte Onlineverträge mit Jahresvorauskasse an, die den Preisvergleich mit Billiganbietern nicht zu scheuen brauchen.

Bei der Vertragslaufzeit rät die Verbraucherzentrale, einen Vertrag zu wählen, der monatlich gekündigt werden kann. So erhält man sich optimale Entscheidungsfreiheit.

Im Jahr 2010 ist ein weiteres Auswahlkriterium in den Vordergrund getreten. Nach der schlimmen Reaktorkatastrophe in Fukushima fragen viele Verbraucher nach Ökostrom bzw. wie sie den Ausstieg aus der Atomstromproduktion persönlich unterstützen können. Die meisten Bürger sind bereit, 30 bis 40 Euro jährlich zusätzlich auszugeben für einen Vertrag mit einem der 4 unabhängigen Ökostromanbieter, die schon seit Jahren am Markt sind und zuverlässig arbeiten (Naturstrom AG, Lichtblick, EWS-Schönau und Greenpeace energy).

 

Laut Bundesnetzagentur haben im Jahr 2010  2,7 Mio. Haushalltskunden den Stromlieferanten gewechselt. Im Gasbereich ist die Wechselrate noch nicht so hoch.

Die Verbraucherzentrale bietet im Rahmen der Energiesparberatung auch die Strom- und Gas-Vertragswechselberatung in mehreren Energieberatungsstürtzpunkten im Saarland an.

Für eine solche Beratung wird eine Gebühr in Höhe von 5 Euro pro 30 Min. berechnet. Gleichzeitig werden konkrete Hilfestellungen zur Reduzierung des Strom- und Gasverbrauchs gegeben. Denn gerade hier lassen sich allein schon durch kleine Massnahmen ebenso einige Euro einsparen.  Die Energieberatung der Verbraucherzentrale ist vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert.

 

Energieberatungen in St, Ingbert finden jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017