Nachrichten

Samstag, 16. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 1 ℃ · X-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Wer übernimmt welche Rolle in der Flüchtlingsarbeit?

Verantwortliche der Kreisverwaltung, Vertreter aus den Kommunen und Ehrenamtliche trafen sich auf Einladung des Landrats zu Fragen der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit.

Im Frühjahr schloss der Saarpfalz-Kreis mit den saarpfälzischen Kommunen den Demographiepakt mit dem Ziel, zukunftsrelevante Themen der Daseinsvorsorge gemeinsam zu lösen. Eine Herausforderung ist hierbei die Bewältigung des aktuellen Zuzugs von Flüchtlingen. Hier sind sowohl die kommunalen Verwaltungen wie auch viele Ehrenamtliche in Hilfsorganisationen und Initiativen extrem gefordert. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, genau zu wissen, wer sich um was kümmert und wie Verwaltung und Ehrenamt effizient zusammenarbeiten können.

Mit breiter Zustimmung des Kreistages wurden verschiedene Maßnahmen verabschiedet. Dabei war die Unterstützung der Kommunen, aber auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements ein zentraler Punkt. In der Folge war der Kreis Initiator für die Veranstaltung. „Ich danke allen in der Flüchtlingshilfe Tätigen ausdrücklich für ihr bisheriges Engagement. Gleichzeitig möchten wir auch aus Sorge auf eine Überlastung vorhandene Strukturen darstellen und auf Basis dieser Veranstaltung und aus den Erkenntnissen aus der täglichen Arbeit das Angebot des Kreises weiterentwickeln“, begrüßt Landrat Theophil Gallo die zahlreichen Interessierten. Mitarbeiter der Verwaltung aus den Bereichen Gesundheit, Jugend, Jobcenter, Kreispolizeibehörde und Soziales zeigten die relevanten Schnittstellen zur Flüchtlingshilfe und klärten Fragen aus dem Publikum kompetent und teilweise bis ins Detail. Ein dringendes Thema war die Begleitung der neu ankommenden Menschen aus den Krisengebieten. Eingegangen wurde auch ausführlich auf die weitere Integration, etwa durch Sprachkurse, Wohnraumvermittlung und Arbeitssuche. Aus den sich in der engagierten Diskussion erkennbaren Bedarfen werde man sehr zügig ein umfassendes Informationsangebot bereitstellen.

„Wir realisieren derzeit ein Internetangebot mit mehrsprachigen Informationen und Ansprechpartnern sowie über die Telefon-Hotline 06841/104-7272 und die Mailadresse fluechtlingshilfe@saarpfalz-kreis.de“, skizziert Landrat Gallo.

Eine zentrale Rolle dieses Gesamtkonzept des Kreises übernehme außerdem Bawar Tarboush, der seit kurzem als Flüchtlingskoordinator beim Jobcenter und Amt für soziale Sicherung des Kreises wertvolle Hilfe leistet bei den Antragstellungen. Der gebürtige Syrer, der Deutsch, Arabisch und Kurdisch spricht, koordiniert und begleitet außerdem Beratungstermine beim Jobcenter.

Besonders deutlich wurden noch einmal die enorme Leistung des Ehrenamtes und auch der Bedarf, bereits hier lebende und mit den Strukturen vertraute Menschen aus den Flüchtlingsländern bei der Integrationsarbeit einzubeziehen. „Der Kreis wird in enger Abstimmung mit den Beteiligten und vor allem durch Rückkopplung mit den ehrenamtlich Tätigen konsequent „am Ball bleiben“ und als zuverlässiger Ansprechpartner, richtungsweisend informieren, koordinieren und helfen“, so Theophil Gallo abschließend.

Titelbild:
Viele in der Flüchtlingshilfe aktive Ehrenamtliche aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis kamen zum Austausch ins Forum.

 

PM: B. Ruffing

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017