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Werke von Roger Fohlen zu sehen

Das Musée Les Mineurs Wendel in Petite-Rosselle zeigt seit dem 11. Januar 2013 Werke von Roger Fohlen. Der aus Sarreguemines stammende Arzt, der seine Kindheit in Puttelange-aux-Lacs mitten im Lothringischen Bergbaugebiet verbracht hat, stellt dem Museum insgesamt 260 seiner Bilder zur Verfügung, die das Museum bis Ende des Jahres in einer monatlich wechselnden Auswahl von etwa 20 Werken in seinen Räumen zeigen wird.

Roger FOHLEN widmet sich seit Ende der 50er Jahre neben seinem Beruf als Mediziner seiner Passion, der Malerei. Durch zahlreiche Ausstellungen (2001: „Variations Géométriques“, Geometrische Variationen, Galerie de la Médiathèque, Forbach; 2004: „Outres Couleur“, Jenseits der Farbe, Centre Européen des Congrès du Burghof und „Clair Obscur“, Hell Dunkel, Centre d’Animation Culturelle) hat er sich er über die Region hinaus einen Namen gemacht. Er selbst bezeichnet sich als „hyperaktiver Maler, der die meisten Nächte in seinem Atelier im Keller seines Hauses verbringt“. Kunst ist für ihn wie eine Psychotherapie, mit der er Ängsten und dem Schrecken des Todes begegnet. In seiner abstrakten Kunst, in der er Farben harmonisiert und geometrische Formen dekliniert, drückt sich seine innere Welt aus. So entstehen geordnete Gebilde, die auf Sinne und Gedanken des Betrachters wirken.

Die Malerei von Roger Fohlen ist eine poetische Erfahrung, die aus dem direkten Erleben entsteht. In Zeiten der omnipräsenten Bilder sieht Fohlen keinen Sinn in der Abbildung von Details, er sagt „Je ne représente pas, je présente.“ – „Ich bilde nicht ab, ich zeige etwas.“ Neben der geometrischen Abstraktion arbeitet er mit der Technik des „Dripping“ (Projektion von Gemälden auf die Leinwand), mit dem „Stil Tashie“ und der Dekomposition des weißen Lichts durch das Prisma. Roger Fohlen spielt mit den Farben, auf seinen Bildern spiegelt sich das Licht, wird reflektiert, transformiert und transmutiert die Farben.

Seine Bilder sprechen die persönliche Neugier an, man muss sich laut Fohlen „erst an sie gewöhnen, um sich zurechtzufinden“. Sie leben nicht nur vom Talent ihres Schöpfers noch von den dargestellten Motiven, sondern auch vom Betrachter. Dieser wird in ein metaphysisches, sinnliches Universum mit einer gezügelten Energie entführt, einen Raum für Hinterfragung und Meditation, in dem der wahrgenommene Sinn sich je nach dem Blickwinkel des Betrachters verändert. Roger FOHLEN malt das Gleichgewicht zwischen den Farben und Kontrasten, den Effekten von Kontinuität und Diskontinuität, den Proportionen. In seinem Werk spielen die Farben eine zentrale Rolle: „Die Farbe genügt sich selbst“, sagt er, denn die Farben sprechen ihre eigene Sprache. Auf seinen Leinwänden lassen die Farben teils die Formen atmen oder besetzen ein andermal sehr kompakt den kompletten Raum.

Bei Roger Fohlen bestätigt sich, was Goethe 1880 in seiner Abhandlung über die Farben beschrieben hat: Die Farbe hat auf den Menschen eine ganz eigene Wirkung, die sich mit der Erinnerung an die Gefühle mischt, die er mit dieser Farbe erlebt hat.

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