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Werterhalt durch Wärmedämmung und Schallschutz

Alte Häuser zu vermieten oder zu verkaufen ist oft schwer. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs ist der Wohnungsmarkt in ländlichen Gegenden des Saarlands bereits sehr entspannt. Der hohe Energiebedarf und der mangelhafte Schallschutz von unsanierten Häusern stellen dabei ein weiteres schwerwiegendes Vermietungshemmnis dar.

Entsprechend hoch ist der Leerstand nicht nur an stark befahrenen Straßen inzwischen im Saarland.

Um den weiteren Wertverfall der Gebäudesubstanz zu vermeiden, sollten Eigentümer von Häusern aus den achtziger Jahren und älter sich um Wärmedämmung kümmern, sagen die Energieberater der Verbraucherzentrale. Die Außenwanddämmung in Verbindung mit dem Fensteraustausch kann neben einer signifikanten Energieeinsparung auch den Schallschutz gegen Außenlärm erheblich verbessern. „Jetzt ist ein guter Zeitpunkt für Investitionen“, weiß Reinhard Schneeweiß, Architekt und Energieberater der Verbraucherzentrale. Es gibt Zuschüsse aus Förderprogrammen, und die Zinsen sind auf historischem Tief. Je länger man eine energetische Sanierung hinausschiebt, umso mehr teure Energie verschwendet man.

Durch eine ordentliche Fassadendämmung von Wand und Fenster kann der Gesamtenergiebedarf um ca. 40 Prozent verringert werden. Soweit noch die alten Ein-Scheiben-Glas-Fenster vorhanden sind, sollten diese natürlich ausgetauscht werden. Neuere Fenster müssen nicht unbedingt komplett ersetzt werden, hier reicht u. U. schon der Austausch der alten Verglasung durch eine Wärmeschutzverglasung. Ob man nun die teilsanierten oder ganz neue Fenster setzt, in jedem Fall ist darauf zu achten, dass die Fensteranschlüsse luftdicht hergestellt oder nachgerüstet werden. Ein Fenstereinbau nach RAL Güterichtlinien gewährleistet sowohl den bestmöglichen Wärme- als auch Schallschutz, erläutert Schneeweiß.

Da es sich bei solchen Investitionen um größere Summen handelt, sollten sich  Eigenheimbesitzer schon im Voraus den Rat eines Experten der Verbraucherzentrale einholen. In diesem Vorgespräch können die Anforderungen an die einzuholenden Angebote definiert werden. Dies führt dann auch zu weitestgehend vergleichbaren Angeboten und einer leichteren Entscheidungsfindung. Zudem kann auch besprochen werden, ob es im Einzelfall sinnvoll ist, nicht nur die Fassade zu dämmen, sondern auch neue Fenster zu bestellen.

Die unabhängige Energieberatung wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Für eine persönliche Beratung in einer der 14 Energieberatungsstellen im Saarland ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden die Energieberatungen jeden ersten und dritten Montag im Monat im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 203 statt. Anmeldung unter 06894 / 130 oder 0681 / 50089 – 15.

 

PM:  Verbraucherzentrale des Saarlandes e. V.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017