Nachrichten

Mittwoch, 23. August 2017 · klar  klar bei 18 ℃ · 16. SchulKinoWoche – Medienbildung außerhalb des KlassenzimmersDie Bremer StadtmusikantenDoppelkreisel in der Spieser Landstraße

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Wildtierverbot für Zirkusse in Saarbrücken

Die Freien Demokraten im Saarbrücker Stadtrat sprechen sich für ein Auftrittsverbot von Zirkussen mit Wildtierhaltung auf öffentlichen Flächen in der Landeshauptstadt aus.

„Ein Zirkuswagon oder ein Showmanage können in keinem Fall einer artgerechten Haltung dieser Tiere entsprechen“, so der Fraktionsvorsitzende Karsten Krämer. „Die Tiere leben meist nicht nur auf viel zu engem Raum. Erschwerend kommt hinzu, dass sie auch kaum Bewegungsfreiheit oder Sozialkontakte zu Artgenossen haben können.“, so Krämer weiter.

Die Freien Demokraten werden in der kommenden Stadtratssitzung daher beantragen, dass künftig auf städtischen Flächen keine Zirkusbetriebe hausieren dürfen, die Wildtiere besitzen. In mehreren EU-Ländern wie etwa Belgien, der Niederlande oder Österreich gebe es bereits ein generelles Wildtierverbot in Griechenland, Malta und Kroatien sogar ein Zirkusverbot für alle Tierarten. Auch deutsche Städte wie Düsseldorf haben bereits auf freiwilliger Basis eine ähnliche Regelung getroffen. Offensichtlich gelinge es in diesen Ländern und Städten die Zuschauer durch mehr Akrobatik in Staunen zu versetzen oder Kinder durch Clown-Auftritte zum Lachen zu bringen. Existenzängste bräuchten Zirkusse durch diese Regelung also nicht haben.

„Nach wie vor soll Wildtierhaltung nach unserem Dafürhalten in Tierparks möglich sein, in denen es auch Showauftritte der Tiere gibt, diese aber durch größere Gehege ohne ständige Transporte wesentlich artgerechter gehalten werden können. So würde sowohl den Interessen der Betreiber, als auch den Belangen der Tiere genüge getan“, so Krämer abschließend.

 

PM: Julien François Simons,
FDP Stadtratsfraktion Saarbrücken

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017