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Willkommen in Siegheilkirchen – Der Deix-Film

Heute um 20 Uhr in der Kinowerkstatt: In Österreich besitzt der 2016 verstorbene Cartoonist Manfred Deix Kultstatus. Aber auch in Deutschland hatten seine provozierenden Karikaturen im SPIEGEL oder in der Satirezeitschrift Titanic eine Fangemeinde. Jetzt hat der bayrische Regisseur Marcus H. Rosenmüller Manfred Deix´ Kosmos in einem Animationsfilm zum Leben erweckt.

„2016 ist Manfred Deix gestorben. Er hat aber zuvor an diesem Film mitgearbeitet, hat das Drehbuch abgenommen – und wird im Abspann als „Art Director“ geführt. „Willkommen in Siegheilkirchen“ ist tatsächlich „der Deix-Film“, den der Untertitel verspricht: Das Figurenarsenal entstammt zum größten Teil seinem Universum. All die tumben Bauerntölpel, die hageren Altnazis, die strammen Weiber, die feisten Honoratioren, sie treiben hier ihr Unwesen in diesem Kaff irgendwo in der hintersten österreichischen Provinz.“ (Harald Mühlbeyer auf kino-zeit.de)

Rotzbub heißt die Hauptfigur, ein Knabe grade so in den Anfängen der Pubertät. Er wächst in diesem Dorf auf, in den 1960ern, als die Verdrängungsmechanismen bezüglich der braunen Vergangenheit auf Hochtouren laufen, als das dörfliche Patriarchat mit aller Macht wütet, als die Kirche noch das Sagen hat und als die Männerwelt beim Stammtisch ihre dumpf-gleichgeschalteten Meinungen Schrägstrich Vorurteile verkündet (als also alles ähnlich ist wie heute – Man verfolge nur die „Layla“ – Diskussion.

„Es geht um ein Coming of Age unter den erschwerten Bedingungen österreichischer Borniertheit und geistiger Enge, es geht um den Kampf gegen das Spießertum, gegen die braunen Traditionen. Rosenmüller und Drehbuchautor Martin Ambrosch bekommen den Spirit von Deix wirklich gut hin, López Jover als visueller Direktor bringt die Bildwelten sehr gelungen auf die Leinwand.“ (Harald Mühlbeyer auf kino-zeit.de)

Land: Österreich | Deutschland | Jahr: 2021 | ca. 85 Minuten | FSK: ab 12 Jahre
Regie: Marcus H. Rosenmüller & Santiago Lopéz Jover. Mit den Stimmen von Markus Freistätter, Gerti Drassl, Mario Canedo, Maurice Ernst, Roland Düringer u.a.

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