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Zertifikate zum Abschluss

Das Projekt Vielfalt im Dialog, das in den Jahren 2012 bis 2014 durchgeführt wurde, endete nun mit der Zertifikatsverleihung.

Sozialdezernentin Dr. Ulrike Zawar überreichte im Beisein der Projektleiterin und Frauenbeauftragten, Birgit Rudolf, und der Koordinatorin, Fataneh Aman die Zertifikate sowie ein kleines Geschenk an die teilnehmenden Frauen.

In den Jahren 2012 und 2013 nahmen insgesamt 28 Frauen an dem ersten Teil der Qualifizierung teil. In diesem Jahr fand auf ausdrücklichen Wunsch der Teilnehmerinnen eine Aufbau-Schulung statt. In den jeweils über neun Monate stattfindenden Grundlagen-Kursen stand der Erwerb von Grundkenntnissen zu den Themenbereichen Interkulturelle Kompetenz und Mediation im Vordergrund. Die Teilnehmerinnen lernten im Austausch mit Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen kulturbedingte Sichtweisen und Verhalten kennen und verstehen. Sie trainierten ebenso die Fähigkeit, in kulturell bedingten Konfliktsituationen kompetent und umsichtig zu handeln sowie zwischen zwei Konfliktparteien zu vermitteln.

In der in diesem Jahr von März bis November durchgeführten Aufbau-Qualifizierung wurden die genannten Themenbereiche vertieft. Die dramatische Zunahme von Flüchtlingen aus Syrien erforderte Anfang des Jahres rasches Handeln. So nahm das Frauenbüro kurzfristig in Ergänzung zur Arbeit der Integrationslotsen und auf Wunsch des regionalen Netzwerkes Integration einen neuen Baustein in die Qualifizierung auf. Dieser ist ein von der IHK zertifizierter Lehrgang zum/zur Sprachmittler/-in. Damit sollte auch vom Projekt „Vielfalt im Dialog“ ein Beitrag geleistet werden, dass ZuwandererInnen kompetent begleitet und bei ihrer Integration unterstützt werden. Da nicht nur Frauen mit ausländischen Wurzeln an den Schulungen teilnahmen, sondern auch engagierte Einheimische, fand die Schulung parallel in zwei Gruppen statt.

In einer Gruppe bereiteten sich Frauen auf ihre Rolle als Patin oder Mentorin vor. Sie haben das Ziel, ehrenamtlich Zuwandererfamilien darin aktiv zu unterstützen, die deutsche Gesellschaft kennenzulernen und sich in ihr zurecht zu finden. In der anderen trainierten Frauen, Zuwandererinnen bei Behördengängen, Arztbesuchen und zahlreichen anderen Alltagssituationen als Sprachmittlerin, also durch Dolmetschen zu unterstützen. Diese Frauen stammen aus Deutschland, dem Irak, Iran, Indien, Japan, Jordanien, Libanon, Palästina, Rumänien, Russland, Syrien und der Ukraine. Sie stehen künftig im Rahmen des Sprachmittlerpools, der bereits seit etwa einem Jahr vom Frauenbüro verwaltet und von zahlreichen Institutionen und Organisationen genutzt wird, zur Verfügung.

Gemeinsam haben beide Gruppen zahlreiche Institutionen besucht und ihre Arbeit sowie künftige Ansprechpartnerinnen und -partner kennengelernt. Diese Kenntnisse können sie nicht nur an die Menschen weitergeben, die sie begleiten, sondern sie können ebenso an die richtigen Einrichtungen vermitteln und entsprechend beratend zur Seite stehen.

Frauenbeauftragte Birgit Rudolf abschließend: „Bleibt zu hoffen, dass dieses insgesamt sehr erfolgreiche Projekt, in dem 2014 inzwischen 194 Personen die entstandene Anlaufstelle für Frauen mit und ohne Migrationshintergrund nutzten, auch 2015 eine EU-Förderung erhalten wird.“

Titelbild:
Zertifikatsübergabe im Frauenbüro mit Birgit Rudolf (rechts im Bild).

 

PM: Saarpfalz-Kreis / Steigner

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