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Zöliakie und Gluten – Vortrag zu neuen Therapieansätzen

Das Wissenschaftsforum St. Ingbert bietet heute (Do., 20.03.18), ab 19.30 Uhr, einen Vortrag zu dem Thema „Zöliakie und Gluten – neue Therapieansätze bei Weizenunverträglichkeit“ an.

Referent ist Dr. Gregor Fuhrmann, Helmholtz Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), Universität des Saarlandes.

Die Veranstaltung findet im ehemaligen Konsum, Alte Schmelz 64, statt.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten, von vielen als „Einbildung“ abgetan, belasten insgesamt viele Menschen sehr. Dazu zählen Unverträglichkeiten gegen Fructose, Lactose, Histamin aber insbesondere auch die Gluten-Unverträglichkeit (Zöliakie). Zöliakie ist eine schwerwiegende Erkrankung des Dünndarms, die durch die Aufnahme von Getreideproteinen, dem sogenannten Gluten, aus Weizen, Gerste und Roggen hervorgerufen wird. In Deutschland und weltweit leidet immerhin 1 – 2% der Bevölkerung an dieser Erkrankung. Betroffene, die glutenhaltige Produkte zu sich nehmen, klagen über Verdauungsbeschwerden, schwere Durchfälle und Bauchschmerzen. Es können aber auch Osteoporose, Depression oder Darmkrebs auftreten. Als derzeit einzige verfügbare Therapie für Zöliakie gilt die strikte und lebenslange glutenfreie Ernährung. Allerdings ist eine solche Diät schwer einzuhalten, da Gluten in der westlichen Ernährung allgegenwärtig ist (z.B. als Zusatzstoff in der Lebensmittelindustrie). Daher sind Behandlungsmöglichkeiten, die den Betroffenen eine gelegentliche Aufnahme kleiner Mengen Gluten erlauben, wünschenswert. Im Vortrag werden die vielversprechendsten explorativen Therapieansätze vorgestellt. Dabei liegt der Fokus auf der Verwendung von oralen Enzymen, die im Magen-Darmtrakt das in der Nahrung enthaltene Gluten spalten und somit für die Patienten ungefährlich machen sollen.

Der Referent Gregor Fuhrmann ist seit Dezember 2016 Leiter der Nachwuchsgruppe „Biogene Nanotherapeutika“ (BION) am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS), das an der Universität angesiedelt ist. Seine Forschung beschäftigt sich vor allem mit der Entwicklung neuer Wirkstoffsysteme und Diagnosemethoden für die Behandlung von Autoimmunerkrankungen und resistenten bakteriellen Infektionen. Für seine innovative Arbeit auf dem Gebiet der Pharmazeutischen Technologie erhielt er im August 2017 den angesehenen Technologiepreis der Galenus Privatstiftung.

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