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Zwei Schwerverletzte auf BAB 6

Am 24.11.2020 gegen 18:30 Uhr befuhr eine 24-jährige Fahrzeugführerin mit ihrem Ford Ka die BAB 6 in Fahrtrichtung Saarbrücken. Circa 1000 m hinter der AS St. Ingbert-Mitte kam sie

nach einer langgezogenen Rechtskurve und aus noch bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, führte hierbei eine Vollbremsung durch und fuhr zunächst in den dortigen Grünstreifen. Dort überschlug sich ihr Ford Ka, wurde zurück auf die Fahrbahn geschleudert und kam auf der rechten Fahrspur auf dem Dach liegend in Unfallendstellung. Die mit mehreren Frakturen schwer verletzte Fahrzeugführerin konnte sich hiernach selbst aus dem Pkw befreien. Zwei herannahende Fahrzeuge (Lastkraftwagen mit Anhänger und Transporter) näherten sich zu dieser Zeit unmittelbar hintereinander, auf der rechten Fahrspur fahrend, dem zunächst außer Sichtweite befindlichen sowie verunfallten PKW.

Nachdem der 38-jährige LKW-Fahrer den auf dem Dach liegenden PKW wahrnahm, führte er eine Vollbremsung durch und konnte eine Kollision gerade noch verhindern. Der dahinter befindliche und nicht angegurtete 31-jährige Fahrer des Transporters konnte, vermutlich aufgrund eines zu geringen Sicherheitsabstands, nicht mehr rechtzeitig bremsen und kollidierte mit dem Heck des Anhängers. Durch die enorme Kollision wurde der Fahrer des Transporters in seiner Fahrerkabine eingeklemmt und u.a. an den Gliedmaßen schwer verletzt, sodass dieser durch Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr der Mittelstadt St. Ingbert befreit werden musste.

Die Freiwillige Feuerwehr St. Ingbert rückte mit den Löschbezirken St. Ingbert-Mitte, Hassel und Rohrbach um 18:35 Uhr zum Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen aus. Vor Ort stellten sie einen auf dem Dach liegenden PKW fest. Ersthelfer hatten die Fahrerin bereits befreit und erstversorgt. Die Frau lag schwerverletzt auf der Fahrbahn. Der Fahrer des Transporters war in seinem Fahrzeug im Bereich der Beine und Füße eingeklemmt.

Die Feuerwehr unterteilte den Bereich in zwei Abschnitte. Im ersten Abschnitt, wo der Kleinwagen lag, versorgten der Rettungsdienst und Feuerwehrleute die Fahrerin. Am Fahrzeug wurde der Brandschutz sichergestellt und auslaufende Betriebsstoffe abgebunden.

Im zweiten Abschnitt liefen parallel Rettungsmaßnahmen. Umgehend leiteten die Feuerwehrleute die technische Rettung mit schwerem hydraulischen Gerät ein. Die Einsatzkräfte schnitten die Türen des Fahrzeugs und störende Teile, wie das Lenkrad, ab. Weiterhin wurde Raum durch einen hydraulischen Spreizer geschaffen. Nachdem der Freiraum für den Fahrer geschaffen war, rettete die Feuerwehr zusammen mit dem Rettungsdienst den Schwerverletzten schonend aus der Fahrerkabine. Danach streuten die Einsatzkräfte die ausgetretenen Betriebsmittel ab.

Der Rettungsdienst brachte die beiden Verletzten in Krankenhäuser. Die beiden Insassen des Gliederzuges erlitten leichte Verletzungen.

Bis zum Eintreffen des Abschleppdienstes leuchtete die Feuerwehr die Einsatzstelle aus. Die Polizei sperrte die A6 vollständig ab St. Ingbert-Mitte.

Für die 42 Feuerwehrleute, die mit elf Einsatzfahrzeugen vor Ort waren, endete der Einsatz gegen 23 Uhr.

Der Sachschaden an allen drei Fahrzeugen beläuft sich auf schätzungsweise 20000 Euro. Die BAB 6 musste für die Dauer der Unfallaufnahme für insgesamt vier Stunden voll gesperrt werden. Eine Ableitung bzw. Umleitung des Verkehrs konnte jedoch an der AS St. Ingbert-Mitte gewährleistet werden. Während der Unfallaufnahme waren die freiwillige Feuerwehr St. Ingbert-Mitte und die Berufsfeuerwehr Saarbrücken, die Autobahnmeisterei Limbach, drei Rettungswagen sowie zwei Notärzte und insgesamt 4 Einsatzkommandos der Polizeiinspektionen Neunkirchen, Homburg und St. Ingbert im Einsatz.

Sollte jemand den genauen Unfallhergang beobachtet haben und Angaben hierüber machen können, wird um Informationsmitteilung an die Polizei St. Ingbert unter der Telefonnummer 06894/1090 gebeten.

PM Polizei und Feuerwehr St. Ingbert

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