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Zwölftes Neujahrskonzert des Männergesangvereins Frohsinn in der Stadthalle

Vor vollem Haus bot der Männergesangverein Frohsinn in der St. Ingberter Stadthalle den Gästen zum zwölften Neujahrskonzert ein tolles Programm. Stürmischer Applaus setzte den Schlusspunkt.

Bereits zum zwölften Mal lud der Männergesangsverein (MGV) „Frohsinn“ St. Ingbert am vergangenen Samstag zu einem Neujahrskonzert ein. Der Einladung waren so viele St. Ingberter gefolgt, dass die Ortsvorsteherin von Oberwürzbach, Lydia Schaar, Glück hatte, überhaupt noch in die Stadthalle eingelassen zu werden, denn sie bekam die letzte Karte. Beim Sektempfang wurden noch gute Wünsche für 2012 ausgetauscht, bevor man zum musikalischen Teil des Abends überging. Zur lockeren Atmosphäre trug bei, dass die Gäste an Tischen saßen und bei den Darbietungen auch ihren Sekt oder Wein genießen konnten. Fast wie zu Hause, nur eben „live“ und als Gemeinschaftserlebnis. Und dass es das war, konnte man am stürmischen Applaus hören, der den Schlusspunkt unter alle Auftritte setzte, sei es vom gastgebenden MGV selbst, von Canticum Novum, vom Kuckuckschor Hassel oder auch der Orchestergemeinschaft „Musik verbindet“ . Die beiden Letztgenannten „gehören schon zum Grundgerüst dieses Konzerts“, wie der Vorsitzende des MGV, Heribert Wallacher, erzählte.
Was den Abend auszeichnete, war seine musikalische Vielfalt, die durchweg hörens- und sehenswert dargeboten wurde. Mit einem Paukenschlag sorgten die Oberwürzbacher für den Auftakt, indem sie die Zuhörer ins mittelalterliche Ellwangen entführten, wo es Zwillinge zur damaligen Zeit nicht leicht hatten, was im Stück „Die Hexe und die Heilige“ thematisiert wurde. Stimmlich übernahmen dann die Männer vom MGV mit zwei Opernmelodien von Verdi das Zepter, indem sie den Chor der Zigeuner aus „Der Troubadour“ und den Gefangenenchor aus „Nabucco“ interpretierten. Zum Singen und Swingen animierten „Musik verbindet“ das Publikum. Mit dem Titel „Sing,sing,sing“ schaffte es 1936 erstmals eine Swing-Band in die Carnegie- Hall und wurde frenetisch gefeiert. Nicht anders erging es den Gästen des Neujahrskonzerts und auch den Musikern selbst, die bei diesem Stück und auch dem Jazz-Standard „Caravan“ von Duke Ellington und Juan Tizol auf den Stühlen „mitschwangen“.
Die Hasseler Kuckucks-Männer setzten auf Melodien von einem der führenden Chorfachleute Deutschlands. Otto Groll, dessen Slogan „Musik ist mein Leben“ heißt und damit sicher vielen der Musiker am Samstagabend aus dem Herzen sprach, sorgte für eine Vielzahl eingängiger Melodien, von denen drei dargeboten wurden. Begeistert waren die Gäste vor allem von den Leistungen der Solisten Theo Anselmann („Oh my lord“) und Wolfgang Hubertus bei „Die Glocken von Isola Bella“ und „Feurige Herzen, roter Wein“, bei dem „Teufelsgeiger“ Rudi Anselmann, der mit seinem Instrument die Weiten der Puszta erklingen ließ. Dass die Musik den Nerv der Zuhörer traf, bewies eine Zugabe, zu der sich Sänger und Solisten aufgrund von Bravo-Rufen und Pfiffen mitten im Programm veranlasst sahen. Danach entführte das Oberwürzbacher Blasorchester musikalisch in eine andere Welt und nahm die Gäste mit auf „Gullivers Reise“. Dem Gospel hat sich „Canticum Novum“ verschrieben und passte gerade durch den Kontrast zu den anderen Darbietungen gut in den musikalischen Patchwork-Teppich, der durch jedes einzelne Teil zu einem gelungenen Ganzen wurde. „Marmor, Stein und Eisen bricht“ hieß der letzte Titel des unterhaltsamen, abwechslungsreichen Abends, der noch vom „Steigermarsch“ gekrönt wurde.

Bilder dazu finden sie hier.

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