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28. Bitburger Badminton Open

Wann:
27. Oktober 2015@10:00
2015-10-27T10:00:00+01:00
2015-10-27T10:30:00+01:00
Kontakt:

In wenigen Tagen ist es soweit: Am 27. Oktober 2015 steigen die ersten von insgesamt 273 Spitzenspielern in die 28. Bitburger Badminton Open ein.

Beim Finale am Sonntag werden es dann noch 16 Athleten sein, die in der Saarbrücker Saarlandhalle um die fünf Titel bei dem mit 120.000 US-Dollar Preisgeld dotierten Grand-Prix Gold Turnier kämpfen. Aus insgesamt 42 Ländern kommen die Stars dieses Sports in diesem Jahr in das Saarland gereist – alle fünf Kontinente sind vertreten. Die Badminton-Elite arbeitet derzeit auf ein Ziel hin: Jeder will bis zum Stichtag 5. Mai 2016 möglichst viele Punkte für die Weltrangliste einfahren, um sich über die daraus resultierende Platzierung im Ranking des Badminton-Weltverbandes einen Startplatz bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro zu sichern. „Im vorolympischen Jahr stehen sehr viele Turniere zur Auswahl. Und jeder versucht dann, seinen individuellen Kalender zusammenzustellen und ihn so zu gestalten, wie es für ihn am günstigsten ist. Anscheinend stand Saarbrücken bei sehr vielen guten Spielern auf der Agenda. Die Qualität ist besonders in der Breite sehr hoch“, sagt Michael Fuchs mit Blick auf die Meldeliste. Der Spieler des 1. BC Bischmisheim wird im Herrendoppel mit Vereinskollege Johannes Schöttler und im Mixed mit Birgit Michels vom 1. BC Beuel an den Start gehen.

In Saarbrücken sollen Punkte her
Im gemischten Doppel liegen der 33-jährige Fuchs und die zwei Jahre jüngere Michels auf Olympiakurs. Die beiden stehen derzeit in der Weltrangliste auf Platz 14, in der für die Olympiaqualifikation entscheidende „bereinigten“ Tabelle auf Position acht. Doch bei den gerade beendeten und mit 650.000 Dollar dotierten Denmark Open in Odense mussten sie bereits in der ersten Runde die Segel streichen. Und bei den eine Woche vor den Bitburger Open ausgetragenen French Open in Paris warten schon in der zweiten Runde die Weltranglistenführenden aus China. Das wird extrem schwer … Umso wichtiger also, beim Heimturnier in Saarbrücken wieder ein gutes Resultat und somit Punkte einzufahren. Das deutsche Duo ist hier an Position vier gesetzt und muss in seinem Auftaktspiel gegen Gaetan Mittelheisser und Audrey Fontaine aus Frankreich ran. An Position eins der Setzliste steht das Ehepaar Gabrielle und Chris Adcock aus England, das im Weltranking an Nummer sechs geführt wird. Auf den Plätzen zwei und drei folgen im Saarland die Weltranglistenneunten Praveen Jordan und Debby Susanto sowie die in der globalen Rangliste auf Platz 13 rangierenden Edi Subaktiar und Gloria Emanuelle Widjaja. Beide Paare sind aus Indonesien.

Doppel-Weltmeisterin am Start
Im Dameneinzel thront die aktuelle und Weltmeisterin von 2014 über der Setzliste. Die Weltranglistenzweite Carolina Marin aus Spanien ist vom Papier her das Maß aller Dinge. Doch die Konkurrenz ist enorm stark: Auf Setzplatz zwei folgt Ratchanok Intanon aus Thailand, die in der Welt auf der Acht geführt wird. Ein gehöriges Wörtchen mitreden werden sicherlich auch die beiden Japanerinnen Nozomi Okuhara auf Platz drei der Setzliste und Akane Yamaguchi auf der Vier. Die beiden trennt auch im globalen Ranking nur ein Platz: Okuhara ist Neunte, Yamaguchi ist Zehnte. Deutschlands beste Einzelspielerin ist Karin Schnaase – und sie trifft in der ersten Runde ausgerechnet auf Okuhara. Die Spielerin vom SC Union Lüdinghausen musste nach ihrer Finalteilnahme in Almere bei den Dutch Open im folgenden Turnier bei den Denmark Open in ihrem Auftaktmatch wegen einer Oberschenkelzerrung das Handtuch werfen. Inwieweit die Nummer 26 der Welt für das Turnier in Saarbrücken fit ist, steht ein bisschen in den Sternen. Doch die 30-Jährige wird alles dafür geben, sich den Traum ihrer ersten olympischen Spiele erfüllen zu können.

Warten auf grünes Licht: Zittern bis zur letzten Minute
Während seine Gefährten aus der Nationalmannschaft in Dänemark und Frankreich hochrangige Turniere spielen, nahm Marc Zwiebler vom 1. BC Bischmisheim in dieser Zeit Termine beim Arzt oder beim Physiotherapeuten wahr. Deutschlands bester Einzelspieler hat erneut Schmerzen in der Achillessehne, die nach seinem Sieg bei den Prague Open Ende September zu Tage traten und ihn zu einer Pause zwangen. Ob der Heilungsprozess für sein Heimturnier abgeschlossen ist, wird man erst sehen. „Es geht täglich besser und wir arbeiten alle hart daran, dass es für die Bitburger Open klappt. Denn natürlich würde ich dieses Turnier vor der Haustüre sehr gerne spielen“, sagt der Europameister von 2012, der in Saarbrücken an Position drei gesetzt ist und auf den in der ersten Runde R. M. V. Gurusaidutt aus Indien warten würde. Diese Zäsur inmitten der Olympia-Quali kommt für den Weltranglisten-17 natürlich zum ungünstigsten Moment. „Wenn die Ärzte grünes Licht geben, dann stehe ich am Dienstag auf dem Court. Wenn nicht, muss ich eben noch warten – so ist der Sport. Aber die Gesundheit hat Vorrang“, erklärt der 31-Jährige. Seinen Trainingsrückstand bei einem eventuellen Start sieht er als nicht so problematisch an: „Ach, das bekommen wir schon hin. Außerdem ist so eine Pause auch mental ganz gut und bringt Vorteile mit sich.“ Die Setzliste führt der dreifache Seriensieger der Bitburger Open Tien Chen Chou aus Taiwan an. In Odense traf der Weltranglistensechste im Halbfinale auf Tommy Sugiarto aus Indonesien. Ein Szenario, das in Saarbrücken erst im Finale eintreffen würde, denn der Weltranglistenzwölfte ist hier an Position zwei gesetzt. Übrigens: In Dänemark musste sich Sugiarto im Finale nur dem Weltranglistenführenden Chen Long aus China beugen.

Heißer Tanz bei den Herren
Ein enges Rennen verspricht der Herrendoppel-Wettbewerb. Die Nummer eins der Setzliste geht hier an die Nummer zehn in der Welt – die Dänen Mads Conrad-Petersen und Mads Pieler Kolding. Auf Rang zwei liegen die Russen Vladimir Ivanov und Ivan Sozonov, die sich im globalen Verzeichnis auf Position 13 befinden. Ihnen folgt Wee Kiong Tan und V Shem Goh aus Malaysia als Nummer 14 der Welt. Michael Fuchs und Johannes Schöttler haben in ihrem ersten Spiel die polnischen Altmeister Adam Cwalina und Przemyslaw Wacha vor der Brust. In der Welt drei Plätze hinter den Deutschen auf Rang 33 ordnen sich ihre Kollegen Josche Zurwonne vom SC Union Lüdinghausen und Max Schwenger vom TV Refrath ein. Sie haben es im Aufgalopp mit den Brüdern Joshua und Sam Magee aus Irland zu tun.

Olympiasiegerin gibt sich die Ehre
Im Damendoppel haben Selena Piek und Eefje Muskens den Platz an der Sonne der Setzliste inne. Die Niederländerinnen sind die Nummer neun in der Welt. Auf Rang zwei sind die Weltranglisten-12 Jwala Gutta und Ashwini Ponnappa notiert. Den Inderinnen folgen Naoko Fukuman und Kurumi Yonao aus Japan, die sich im Welttableau auf Rang 13 befinden. Mit Yu Yang bekommen die Zuschauer auch die Olympiasiegerin von Peking in dieser Disziplin präsentiert, die Chinesin hat aber nun eine junge Spielerin an ihrer Seite. Die amtierenden deutschen Meister Johanna Goliszewski vom 1. BV Mülheim und Carla Nelte vom TV Refrath sind Weltranglisten-19 – sie haben es in der ersten Runde mit Heather Olver und Lauren Smith aus England zu tun. Ebenfalls mit einem Duo von der Insel müssen sich Birgit Michels und Isabel Herttrich vom 1. BC Bischmisheim auseinandersetzen. Die Weltranglisten-28 treten gegen Sophie Brown und Kate Robertshaw an.

Das etwas andere Turnier fällt in die Halbzeit
Die Bitburger Open finden mitten im „heißen“ Herbst der Olympia-Qualifikation statt. Jetzt ist die Hälfte geschafft – und die Zwischenbilanz könnte für den Deutschen Badminton Verband kaum erfreulicher sein: Würde heute abgerechnet, dann wären sieben deutsche Spieler in Rio dabei. Das sind so viele wie noch nie zuvor. Und es wäre auch das erste Mal, dass deutsche Akteure in allen Disziplinen vertreten wären. So kommt das Heimturnier in Saarbrücken gerade recht. Jetzt heißt es nachlegen … „Ich freue mich richtig auf diese Woche, weil viele internationale Asse des Badmintonsports hier im Saarland aufschlagen“, meint Turnierdirektor Frank Liedke und sagt: „Und viele Athleten mögen die Bitburger Open. Sie bestätigen uns, dass die Atmosphäre bei uns einzigartig sei.“ Dazu trägt auch immer die Players-Party ihren Anteil bei. Mittlerweile eine Institution, die zu diesem Turnier gehört wie der weiß-gefiederte Ball selbst. Diese schönste Nebensache der Bitburger Open hat den Ruf der Veranstaltung als das „Etwas-Andere-Turnier“ mitbegründet. Am Halbfinal-Samstag geht es von den Courts in der Saarlandhalle dann direkt auf das Tanz-Parkett in der Saarbrücker Congresshalle.

 

PM: P. Blum

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