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A Day at The Proms

Wann:
16. Juni 2017@19:30
2017-06-16T19:30:00+02:00
2017-06-16T19:45:00+02:00
Wo:
Saarländisches Staatstheater
Schillerpl. 1
66111 Saarbrücken
Deutschland
Kontakt:
Saarländisches Staatstheater
0681/93092-486

Britische Tradition und mexikanische Lebensfreude – ausgelassene Stimmung bei “A day at the Proms”, dem Gemeinschaftskonzert der Bergkapelle St. Ingbert und der Stadtkapelle Saarbrücken.

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer ließ es sich nicht nehmen, Publikum und Musiker im Staatstheater herzlich zu begrüßen, bevor die Eröffnungsfanfare der Blechbläser aus dem Dunklen erklang.

Die Stadtkapelle Saarbrücken eröffnete ihren Teil des Promenadenkonzertes schwungvoll mit der „Candide Ouvertüre“ von Leonard Bernstein und entführte die Zuschauer danach mit „A weekend in New York“ in die Jazzbars des Big Apple, ein Stück, das mit seinen Jazz- und Swingsequenzen geradezu prädestiniert für dieses Orchester schien. Mit „The Cowboys“ von John Williams ging es danach in den Wilden Westen, die originellen Karikaturen auf der großen Leinwand stammten aus der Feder einer Musikerin der Bergkapelle. Ein fliegender Wechsel der Orchester folgte, Moderatorin Monica Becker übergab an Melanie Abmeier, die nun für die Bergkapelle St. Ingbert das Wort führte. Mit Gerswhins „Cuban Overture“ heizten vor allem die vor dem Orchester positionierten Schlagzeuger den Zuschauern kräftig ein. Stefan Bohrofen am Flügelhorn und Jürgen Nisius an der Trompete glänzten als Solisten im darauffolgenden Stück „Manhattan“ von Philip Sparke. In die Pause verabschiedet wurde das begeisterte Publikum mit dem erklärten Lieblingsstück der Musiker, „Danzón No. 2“ des mexikanischen Komponisten Arturo Márquez, der äußerst virtuos und kraftvoll gelang.

Im zweiten Teil des Promenadenkonzertes hatten beide Orchester zusammen auf der Bühne Platz genommen. Pianist Sebastian Voltz zelebrierte Gershwins „Rhapsody in Blue“ sichtlich gut gelaunt auf einem in blauen Nebel gehüllten Flügel und wurde vom Publikum gefeiert – einer der vielen Höhepunkte des Abends.

Aus dem anschließend nötigen Umbau wurde gleich ein origineller Programmpunkt, als der vordere Bühnenteil samt Flügel, Dirigent und Holzbläsern eine Etage tiefer fuhr und die Blechbläser derweil den berühmten „Liberty Bell March“ spielten. Nach dem mitreißenden „Huapango“ aus Mexiko ging es mit einer von Dirigent Matthias Weißenauer selbst arrangierten amüsanten Version von Gershwins „Strike Up the Band“, in das sich bereits erste Sequenzen des „Pomp and Circumstance March No. 1“ mischten, über den großen Teich zurück in die Alte Welt. Das Publikum bedurfte keinerlei Aufforderung zum Mitmachen, so wurde bereits hier kräftig mitgesungen. Bei der „Fantasia of British Sea Songs“, dem Paradestück der alljährlichen Londoner „Last Night of the Proms“ gab es dann kein Halten mehr. Die englischen Fähnchen wurden geschwenkt, es wurde gewippt, getrötet, gesummt, mitgepfiffen, geweint, immer getreu den Anweisungen auf der großen Leinwand.

Einen weiteren Höhepunkt erreichte das Promenadenkonzert mit den beiden letzten Stücken „Jerusalem“ und „Rule Britannia“, die Sopranistin Martina Ondruj mit grandioser Stimme intonierte. Natürlich forderte das Publikum Zugaben und die über hundert Musikerinnen und Musiker ließen mit mehreren kubanischen Mambos noch einmal die Fetzen fliegen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Konzertreihe auch in Zukunft weitergeführt wird.

Eine Wiederholung von „A day at the Proms“ findet am Freitag, 16. Juni 2017, 19:30 Uhr im Saarländischen Staatstheater statt.

Tickets gibt es unter (0681) 93092-486 oder www.staatstheater.saarland.

 

PM: P. Jung

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