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Mittwoch, 23. September 2020 · Der nächste Winter kommt bestimmt… Filmmusicals von Gershwin und Co in der Kinowerkstatt Run2Hero bei der DJK SG St. Ingbert

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Angst essen Seele auf

Wann:
22. Juni 2020 um 20:00 – 21:35
2020-06-22T20:00:00+02:00
2020-06-22T21:35:00+02:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 St. Ingbert
Deutschland

“Angst essen Seele auf” (1974) beginnt mit dem Satz „Das Glück ist nicht immer lustig“ – einer These, die Fassbinder in den folgenden neunzig Minuten untermauert. Inspiriert von Douglas Sirks “Was der Himmel erlaubt”

(“All that Heaven allows”, 1955), der von der gesellschaftlich geächteten Liebe zwischen einer reichen Witwe und einem weitaus jüngeren Gärtner erzählt, handelt der Film von der Liebe zwischen der verwitweten Putzfrau Emmi und dem zwanzig Jahre jüngeren Gastarbeiter Ali, die schon bald den Anfeindungen durch Nachbarn, Kollegen und der eigenen Familie ausgesetzt ist.

Die erste Berührung mit den Filmen des amerikanischen Regisseurs Douglas Sirk wurde für Rainer Werner Fassbinder zum bedeutenden und folgenreichen Erlebnis. Nachdem Fassbinder in seinen frühen Filmen noch Elemente aus Western und Gangsterfilmen mit theatralen Mitteln stilisierte, nahm das Melodram einen immer wichtigeren Stellenwert in seiner Arbeit ein. Was vor allem die Faszination seiner Melodramen ausmacht, ist die Verschmelzung eines typisch amerikanischen Genres, das besonders zur damaligen Zeit noch als Kitsch abgewertet wurde, mit einem schonungslosen und pessimistischen Blick auf das eigene Land. Mit seinem Faible für gesellschaftliche Außenseiter, die letztendlich an ihrem Status zerbrechen, steht neben Werken wie “Faustrecht der Freiheit” (1975) und “Die bitteren Tränen der Petra von Kant” (1972) vor allem ein Film exemplarisch für die Bedeutung des Melodrams in seinem Schaffen.

(BR Deutschland 1973/1974), Regie, Drehbuch: Rainer Werner Fassbinder, Kamera: Jürgen Jürges, Schnitt: Thea Eymèsz, mit Brigitte Mira (Emmi Kurowski), El Hedi ben Salem (Ali), Barbara Valentin (Kneipenwirtin Barbara), Irm Hermann (Krista), Elma Karlowa (Frau Kargus), Anita Bucher (Frau Ellis), Gusti Kreissl (Paula), Doris Mattes (Frau Angermeyer), Margit Symo (Hedwig), Katharina Herberg (Mädchen in der Kneipe). Produktionsfirma: Tango-Film (München), Produzent: Rainer Werner Fassbinder.

Aus gegebenem Anlass und zu Ihrer Sicherheit kann die Kinowerkstatt bis auf Weiteres nur begrenzt Sitzplätze (ca. 15 – 25) bereit stellen, um die entsprechenden Sicherheitsabstände einhalten zu können. Gebeten wird daher, vor dem Besuch telefonisch unter der Nummer 06894/36821 zu reservieren. Das Büro ist Montag bis Freitag von 9 bis 13:30 Uhr besetzt. Alternativ können Sie Ihre Reservierungen auch gerne per Email an kinowerkstatt@gmx.de senden. Vorerst findet aus Sicherheitsgründen leider kein Getränkeausschank statt, sie können gerne etwas mitbringen.

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