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„Biester“ – Meisterwerk von Claude Chabrol

Wann:
9. Januar 2022 um 19:00
2022-01-09T19:00:00+01:00
2022-01-09T19:15:00+01:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 St. Ingbert
Deutschland

Mit Sandrine Bonnaire und Isabelle Huppert. Simone de Beauvoir und Jean Genet ließen sich 1947 von den wahren Ereignissen um zwei Dienstmädchen zu dem Theaterstück „Les bonnes“ („Die Zofen“) anregen, Ruth Rendell verwendete die Geschichte in ihrem Roman „A Judgment in Stone“ (1977; „Ein Urteil in Stein“),

bis schließlich Claude Chabrol unter dem Titel „La cérémonie“ – „Biester“ sie 1995 verfilmt.
Worum geht es? Die Geschichte: Die vierköpfige Fabrikanten-Familie Lelièvre lebt hochherrschaftlich in ihrem riesigen Landhaus unweit von Saint-Malo. Eine Haushälterin fehlt allerdings noch. Die verschlossene Sophie (Sandrine Bonnaire), eine Hausangestellte, eine arbeitsame, offenbar zuverlässige junge Frau, die Analphabetin ist, was sie aber verheimlicht, tritt eine neue Stelle, bei den wohlhabenden Lelievres, Georges (Jean-Pierre Cassel) und seiner Frau Catherine (Jacqueline Bisset), einem ehemaligen Model, Melinda (Virginie Ledoyen), der Tochter Georges aus erster Ehe, und dem gemeinsamen Sohn Gilles (Valentin Merlet) an.
Die Hausangestellte Sophie lernt die Postangestellte Jeanne (Isabelle Huppert) kennen. Während die Lelievres ihre Bürgerlichkeit in jeder Hinsicht leben und ausleben – mit allen Heimlichkeiten, mit aller Arroganz anderen gegenüber, mit aller vorgespielten Grossherzigkeit (sie bieten Sophie z.B. an, ihr eine Brille zu bezahlen, weil sie sie für kurzsichtig halten) leben Sophie und Jeanne ihre Bürgerlichkeit ebenso aus.
Doch permanente Demütigungen, angestaute Frustrationen und eine krankhafte Gewaltbereitschaft auf der einen Seite, arrogante Ahnungslosigkeit und das Gefühl, „etwas Besseres zu sein“ auf der anderen Seite, entladen sich zeitlupenartig in einer blutigen Katastrophe.

Claude Chabrol verwendet die Geschichte als Vehikel, um wieder einmal hinter die Kulissen des Großbürgertums leuchten zu können. „Biester“ ist ein sardonischer, spannender, sorgfältig inszenierter und hervorragend besetzter Psychothriller, der den französischen Meisterregisseur auf der Höhe seines Könnens zeigt.

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