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Christian-Morgenstern-Abend mit Harald Köhl

Wann:
30. Oktober 2014@19:30
2014-10-30T19:30:00+01:00
2014-10-30T20:00:00+01:00
Wo:
Stadtbücherei St. Ingbert
Kaiserstraße 71
66386 Sankt Ingbert
Deutschland
Kontakt:
St. Ingberter Literaturforum
06894/9225 711

Ein Abend des St. Ingberter Literaturforums steht ganz im Zeichen Christian Morgensterns. 

Am Donnerstag, trägt der St. Ingberter Philosoph Harald Köhl Morgenstern-Gedichte in der Stadtbücherei St. Ingbert vor. Am 31. März dieses Jahres war der 100. Todestag Christian Morgensterns. Wie in unserer Medienwelt üblich, wurde der Jahrestag so gründlich abgefeiert, dass danach viele Leute für längere Zeit den Namen Morgenstern nicht mehr hören mochten. Grund genug für das St. Ingberter Literaturforum, in gehörigem Abstand zu dem Trubel an einem gründlich vorbereiteten Abend an den bedeutenden Poeten und sein Werk zu erinnern.

„Morgensterns lautmalerische Poesie lebt ganz aus der Sprache. Dem bloßen Klang entlockte er einen höheren Unfug“ war ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung überschrieben. Harald Köhl, der an diesem Abend aus dem Werk des Dichters vorträgt, hält diese Sicht auf ihn seinerseits für Unfug. Er präsentiert deshalb eine Gedicht-Auswahl, die einen Morgenstern zeigt, der mit großer Leichtigkeit tiefsinnig und ausgesprochen philosophisch ist. Man darf gespannt sein.

Köhl wird an diesem Abend begleitet von dem einheimischen Gitarristen Andreas Usner, der eine Intro und kleine Zwischenmusiken spielt. Es soll auch, für Christian Morgenstern, eine Wolf-Biermann-Ballade vorgetragen werden, mit dem Refrain: „Wie nah sind uns manche Tote, doch: wie tot sind uns manche die leben.“

Der neuerdings 60-jährige Köhl verbindet mit diesem Morgenstern-Abend „die Hoffnung, dass es sich um meinen letzten Bühnenauftritt handelt. Man sollte rechtzeitig abtreten, so lange man noch nicht bemitleidenswert ist.“

Christian Morgenstern, geb. 1871, war Schriftsteller, Redakteur, Dramaturg, Übersetzer (von Ibsen, Strindberg und Hansum). Von Schopenhauer und Nietzsche beeinflusst, befasste er sich später mit Mystik, dem Buddhismus und mit Anthroposophie. Bekannt wurde Morgenstern vor allem mit seinen grotesk-fantastischen Gedichten. Er starb 1914 an den Folgen seiner Tuberkulose-Erkrankung.

 

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