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Die Bergkapelle im Wandel der Zeit – der etwas andere Festkommers

Wann:
17. März 2019 um 11:00
2019-03-17T11:00:00+01:00
2019-03-17T11:15:00+01:00
Preis:
Kostenlos
Kontakt:
Bergkapelle St. Ingbert e.V.

Die Bergkapelle im Wandel der Zeit – der etwas andere Festkommers zum 180-jährigen Bestehen des traditionsreichen Klangkörpers

In ihrem Jubiläumsjahr hat sich die Bergkapelle St. Ingbert viel vorgenommen. Den Jahresauftakt bildete gleich am Neujahrstag das traditionelle Neujahrskonzert in der ausverkauften Stadthalle mit spritzigen Melodien der Strauß-Dynastie und Beschwingtem aus Oper und Operette.

Am Sonntag, 17. März, 11:00 Uhr möchte der Verein nun zur nächsten Veranstaltung einladen – zu einem „etwas anderen“ Festkommers. Der 1. Vorsitzende Reinhard Huy erläutert: „Wir werden interessante Einblicke in 180 Jahre St. Ingberter Geschichte gewähren. Eine Ausstellung mit historischen Bilddokumenten wird vorbereitet, wir zeigen Ausschnitte aus unserem Filmmaterial, das wir inzwischen dem Stadtarchiv St. Ingbert übereignet haben. Ganz besonders freue ich mich auf unsere Talkrunde mit „Zeitzeugen“. Wen wir dazu gewinnen konnten, verrate ich allerdings noch nicht!“ Die Veranstaltung findet im Pfarrheim St. Josef statt, für die passende musikalische Umrahmung sorgt ein Bläserensemble der Bergkapelle. Der Eintritt ist frei.

Die Bergkapelle St. Ingbert wurde im Jahre 1839 gegründet und ist damit die älteste Grubenkapelle links des Rheins. Sie gehörte zu Anfang der Königlich Bayrischen Grube St. Ingbert an, der einzigen Kohlengrube im damaligen Königreich Bayern. Die Geschichte der Bergkapelle St. Ingbert ist eng mit der Geschichte des Saarlandes verbunden, so unterstand die Kapelle von 1918 bis 1960 der jeweiligen offiziellen staatlichen Grubenverwaltung, nach den beiden Weltkriegen war sie zeitweise in französischem Besitz. Seit ihrer Gründung wurde die Kapelle zu offiziellen Anlässen der Grube und der Stadt St. Ingbert eingesetzt und vertrat ihre Heimatstadt bei Konzertreisen.

Nach der Schließung der St. Ingberter Grube im Jahre 1959 ist es gelungen, die Bergkapelle in einen eingetragenen Verein umzuwandeln, der seinen Aktionsradius erheblich vergrößert hat. Konzertreisen führten das Orchester in den Folgejahren in viele europäische Länder, die erste Schallplatte entstand 1970. Der Aufwärtstrend hielt an, die Kapelle wurde zusehends größer und wirkte an mehreren Sendungen und Spielfilmen in Rundfunk und Fernsehen mit. Große musikalische Projekte mit Chören und Solisten, die Inszenierung des Theaterstücks „Brassed off“ am Saarländischen Staatstheater 2006 mit über 30 Aufführungen oder die Teilnahme am Trachten- und Schützenzug des Oktoberfests in München zeigen die Wandelbarkeit des Orchesters. Gemeinsame Marschformationen mit den besten Militärorchestern der Welt auf der „Internationalen Musikparade“ haben die Bergkapelle – als offiziellen Vertreter von Deutschland – bis heute auf Tournee in fast alle deutsche Großstädte geführt und den Bekanntheitsgrad des St. Ingberter Klangkörpers enorm gesteigert.

180 Jahre sind doch ein stattliches Alter – Zeit für den Ruhestand? Ganz im Gegenteil! Die Bergkapelle ist heute unter Dirigent Matthias Weißenauer ein junggebliebenes Orchester mit knapp 80 Musikerinnen und Musikern, deren Konzerte und Veranstaltungen fester Bestandteil des saarländischen Kulturlebens sind.

Gleich zwei weitere Großprojekte stehen im Jubiläumsjahr 2019 an. Am 4. Mai geht die Veranstaltungsreihe „A day at the Proms“ zusammen mit der Stadtkapelle Saarbrücken im saarländischen Staatstheater in die nächste Runde. Unter dem Motto „Queen trifft Queen“ werden über hundert Musikerinnen und Musiker, ein ebenso großer Schülerchor, Musicaldarstellerin Sue Lehmann und Rockröhre Alex Melcher für kräftig Stimmung sorgen. Fleißig geprobt wird auch schon für die „Carmina Burana“ von Carl Orff, die zusammen mit Johan de Meijs Sinfonie „Herr der Ringe“ am 17. August in der Industriekathedrale Alte Schmelz zur Aufführung kommt. Hochkarätige Solisten, ein 250 Stimmen starker Chor, der extra für dieses Konzert gegründet wurde sowie eine gigantische Inszenierung versprechen hier ein Konzerterlebnis der besonderen Art. Interessierte Musiker können sich dem Orchester für die beiden großen Projekte gerne noch anschließen.

Ausführliche Informationen zur Geschichte der Bergkapelle sowie zu allen aktuellen Veranstaltungen auch unter www.bergkapelle.saarland

 

P. Jung,
Pressewart

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