Veranstaltungen

Freitag, 15. Dezember 2017 · leichter Regen  leichter Regen bei 2 ℃ · Themenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!Feuerwehr-Nikolaus besucht Kinder der Flüchtlingsfamilien

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Veranstaltungen

Die Wolken von Sils Maria

Wann:
16. Januar 2015@19:00
2015-01-16T19:00:00+01:00
2015-01-16T19:30:00+01:00
Kontakt:
Wolfgang Kraus

In Cannes hatte er letztes Jahr Premiere, der neue Film von Olivier Assayas: „Die Wolken von Sils Maria“. Zu sehen jetzt in der Kinowerkstatt, am Freitag, den 16. Januar, um 19 Uhr, am Samstag, den 17. Januar, am Sonntag, den 18. Januar und am Montag, den 19. Januar, jeweils um 20 Uhr.

(Frankreich / Schweiz / Deutschland 2014), Regie, Drehbuch: Olivier Assayas, Darsteller: Chloë Grace Moretz, Kristen Stewart, Juliette Binoche, Brady Corbet, Johnny Flynn, Hanns Zischler, Claire Tran, Lars Eidinger, Steffen Mennekes, Angela Winkler, Jerry Kwarteng, Alister Mazzotti, Frank M. Ahearn, Gilles Tschudi, Aljoscha Stadelmann. (124 min. FSK: ab 6 Jahren),

Valentine (Kristen Stewart) steht in einem Eisenbahnwaggon, im Gang neben den Passagierabteilen. Sie lehnt sich an die Kabinentür, stützt sich mit einer Hand am Fenster ab, mit der anderen hält sie ein Handy ans Ohr. Der Film steigt mitten im Gespräch ein, Valentine spricht über Termine in Jakarta, Lima, New York, dann klopft ein anderer Kontakt an, ein Anwalt aus Paris, es geht um einen Gerichtstermin.

Zusammen gehalten wird das Werk Olivier Assayas‘ weniger von durchgängigen Themen oder auch nur von einem durchgängigen Stil, als vom Eindruck ständiger Bewegung. Bewegung, oder vielleicht eher Beweglichkeit scheint die Maxime seines Kinos zu sein: Nie irgendwo ankommen, nie erwartbar werden, mit jedem neuen Film wieder das Publikum und vielleicht auch sich selbst überraschen. Kristen Stewart und Juliette Binoche bleiben in Olivier Assayas‘ meisterlichem „Clouds of Sils Maria“ in ständiger Bewegung.

Ins Engadin, in jenes Sils Maria, von dem schon Nietzsche wusste, dass seine lieblich-idyllische Anmutung trügerisch ist, nach Sils ziehen sich Valentine und Maria für Theaterproben zurück, oder eigentlich: für eine Wiederaufführung. Der alternde Star ist fürs Remake eines Bühnenstücks engagiert worden, das ihr selbst vor Jahrzehnten zum Durchbruch verholfen hatte: „Maloja Snake“, ein offensichtlich recht spekulatives Lesben-Eifersuchtsding. Nur soll sie nicht mehr, wie einst, die junge Verführerin spielen, sondern die ältere Verführte. Ihre damalige Rolle übernimmt testweise, während ausgiebiger Bergspaziergänge, die Assistentin. Wie Valentines erste Szene im Zug ist der ganze Film ein Balanceakt.

Wetter in St. Ingbert

Neueste Kommentare

Kleinanzeigen

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Bitte lesen Sie sich die Netiquette für unseren Kommentarbereich durch, bevor Sie einen Beitrag verfassen. Vielen Dank!

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017