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Drei Kurzfilme in der Kinowerkstatt

Wann:
17. September 2021 um 20:00
2021-09-17T20:00:00+02:00
2021-09-17T20:15:00+02:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 St. Ingbert
Deutschland

Das Bundesfestival junger Film zeigt in Kooperation mit Saarland Medien, dem Saarländischen Filmbüro, der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V. AG Dokumentarfilm und der Kinowerkstatt St. Ingbert am Freitag, den 17. September um 20 Uhr

eine Auswahl von Dokumentarfilmen aus dem diesjährigen Wettbewerbsprogramm. Das Festivalteam führt durch den Abend.

Gezeigt werden drei Kurzfilme:

“Haeberli” von Moritz Müller-Preißer (D 2020 | 29 Min.)

„Überleben” von Lara Milena Brose & Kilian Armando Friedrich (D 2021,30 Min)

“Der übers Meer kam” von Jonas Riemer (D 2020, 11 Min.)

“Haeberli” von Moritz Müller-Preißer (D 2020 | 29 Min.) Worum geht’s: Adolf Haeberli hat seit dem Tod seiner Mutter nie wieder aufgeräumt. Er sei schon für Ordnung, doch solle man sich auf das Wesentliche konzentrieren: Täglich verfasst er zwischen Bergen von Zeitungspapier zahllose Briefe auf seiner klappernden Schreibmaschine. Er kämpft gegen den Politapparat der Gemeinde. Dabei dreht sich alles um sein kaputtes Haus, mitten im schicken St. Moritz. Ein Portrait über das Recht auf unordentlichen Eigensinn im Dorf, im Haus und im Kopf.

In “Überleben” von Lara Milena Brose & Kilian Armando Friedrich (D 2021,30 Min) steht Leon, der nach Jahren eines körperlich zersetzenden Alltags Leon endlich seine Heroinsucht besiegen will. Sein Ziel: Überleben.Nach einem missglückten Tankstellenüberfall hofft der 25-Jährige in einer Therapieeinrichtung darauf, nochmal ins Leben zu finden. Der unter körperlichen Alterserscheinungen leidende Hans-Joachim hat Angst vor dem Sterben. Sein Ziel: Das ewige Leben. Der 78-jährige Künstler hofft, sich mit Hilfe seiner Tagebücher zu einem Homo Digitalis transformieren zu können.

Der animierte Dokumentarfilm “Der übers Meer kam” von Jonas Riemer (D 2020, 11 Min.) erzählt die Geschichte eines DDR-Flüchtlings, der zum Neu-Rechten wird. In einem Faltboot flieht er über Dänemark bis in die BRD, wo die Erzählung ins Düstere kippt. Seine neu erlangte Freiheit schlägt in Orientierungslosigkeit um. Erst in einer aufkeimenden nationalistischen Bewegung findet die Hauptfigur eine neue Heimat. Der Film stellt die elementare Frage: Woher kommt die Angst vor dem Fremden und der Wunsch nach Abschottung wirklich?

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