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Eintägige Fußwallfahrt nach Gräfinthal

Wann:
3. September 2017@09:45
2017-09-03T09:45:00+02:00
2017-09-03T10:00:00+02:00
Wo:
P&R-Parkplatz Sengscheid
Parkplatz Sengscheid
66386 St. Ingbert
Deutschland
Kontakt:
Pfarrbüro Heiliger Ingobertus
06894/92490

1983 haben sie sich das erste Mal zu Fuß auf den Weg gemacht: die Mitglieder der Männergemeinschaft St. Michael sind von St. Ingbert durch das heutige Biosphärenreservat zur Wallfahrtskapelle in Gräfinthal gewandert.

Seit einigen Jahren geht es zum Brudermannskreuz am Jakobsweg, dem Ursprungsort der Madonna mit den sieben Pfeilen. Nach der Messfeier führt der Weg mit Gebet und Gesang weiter nach Gräfinthal.
Diese alte Tradition, von der Männergemeinschaft St. Michael wieder ins Leben gerufen, wird jetzt von der Pfarrei „Heiliger Ingobertus“ getragen.

Wie aus alten Chroniken und aus Schriften des Heimatdichters Karl Uhl hervorgeht, ist die Wallfahrt nach Gräfinthal eine alte St. Ingberter Tradition. An dieser Tradition wollte die Männergemeinschaft von St. Michael in St. Ingbert festhalten und organisierte seit ihrer Gründung 1968 einmal im Jahr mit Bus oder Auto eine Wallfahrt dorthin. Der Höhepunkt dieses Tages war und ist immer der gemeinsame Gottesdienst am Wallfahrtsort.

1983 wurde diese Wallfahrt in eine Fußwallfahrt der damaligen beiden Schwesterpfarreien St. Pirmin und St. Michael umgestaltet. Wie auch damals treffen sich die Wallfahrer am ersten Wochenende im September, dieses Jahr am 03.09. Früher starteten sie zu zwei unterschiedlich langen Touren. Dieses Jahr wird ein gemeinsamer Weg angeboten:

Der Weg (etwa 18 Kilometer) beginnt um 9:45 Uhr in St. Ingbert, am Kreuz in der Ensheimer Straße (hinter dem Kreisel, vor Abzweig Sengscheid, Autobahnabfahrt West; großer Parkplatz ist vorhanden.)
Um etwa 11:35 Uhr ist die gemeinsame Ankunft am Schützenhaus am Sportplatz in Heckendalheim geplant. Der Männerkochclub St. Michael bereitet eine deftige
Suppe mit Würstchen vor. Nach der Pause geht es um ca.12:40 Uhr weiter nach Gräfinthal.
Es besteht die Möglichkeit, ab dem Treff in Heckendalheim nur die zweite Teilstrecke mitzuwandern. Bei Interesse und Mittagessen wird um Anmeldung gebeten.

Autowallfahrer treffen sich um 15:00 Uhr am Aussichtsturm auf der Ormesheimer Höhe oder um 15:15 Uhr am Waldparkplatz (von Ormesheim kommend, kurz vor Gräfinthal links) oder am Brudermannskreuz.

Zur Messe wird um 15:45 Uhr am Brudermannskreuz eingeladen. (Bei Regen findet sie um 16:00 Uhr in der Kirche in Gräfinthal statt). Anschließend machen sich die Wallfahrer gemeinsam auf den Weg zur Kapelle in Gräfinthal, wo sie bei einem feierlichen Abschluss den eucharistischen Segen empfangen. Danach, natürlich auch nach alter Tradition, geselliger Ausklang im Gräfinthaler Hof.

Nähere Auskünfte:
Pfarrbüro Heiliger Ingobertus, Tel. 06894 / 92490; E-Mail: Pfarramt.IGB.HL-Ingobertus@bistum-speyer.de;
Uta Quirin-Labatt; Tel. 06894 – 38 42 49 Email uta.quirin@t-online.de
Gerd Bastian, Tel. 06894 / 35298; E-Mail: gerd.bastian@gmx.de;
Jürgen Jungfleisch, Tel. 0177 1708144, E-Mail: juergen-jungfleisch@t-online.de
Dr. Stefan Röhrich, Tel. 0162 6138833, E-Mail: sroehrich@gmx.de

Hintergrundinformation:
Legenden ranken sich um das Gnadenbild „Unserer lieben Frau mit den Pfeilen“, welches seit über 220 Jahren in Blieskastel verehrt wird. Dieses Gnadenbild hat seinen Ursprung aus der Nähe von Gräfinthal – der Brudermannsklause – und wird datiert auf das 13. Jahrhundert.
In einem Baum bei der Brudermannsklause stand die geschnitzte Pietà, Maria mit Jesus. Räuber schossen mit der Armbrust auf die Figur. Sieben Pfeile trafen. Aus den Einstichstellen trat Blut. — „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“–.
Diesem rund 700 Jahre alten Gnadenbild wurden immer wieder Wunderheilungen zugeschrieben. Nach einer Legende sei Gräfin Elisabeth von Blieskastel im Jahre 1243 durch berühren des Bildes von einem Augenleiden befreit worden. Aus Dankbarkeit ließ sie in der Nähe des Gnadenbildes das Kloster Gräfinthal bauen.
Zu diesem Kloster und somit zu dem Ursprung des Gnadenbildes wurden immer schon Wallfahrten durchgeführt. Nach dem Brand des Klosters im Jahr 1776 blieb das Gnadenbild unversehrt. In Kriegswirren gelangte die Statue nach Blieskastel in die Kirche St. Sebastian. 1809 fand „Unsere liebe Frau mit den Pfeilen“, einen Standort in der heutigen Schlosskirche. In die Gnadenkapelle im Kapuzinerkloster Blieskastel kam die Pietà im Jahre 1829. Sie ist eine der ältesten überhaupt, die noch in öffentlicher Verehrung steht.

 

PM: Gerd Bastian

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